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Thorsten Deneke

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2017

Auf einen Kaffee ... aus dem Frasdorfer Anzeiger März 2017

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Freunde unserer Schule,

wenn es regnet, dann in Strömen! Kennen Sie das? Es würden ja auch ein paar Tropfen reichen. Aber nein, der Himmel gibt alles, was er hat und das genau dann, wenn man weder einen Regenschirm noch eine Kapuze bei sich hat. So ähnlich spielt es sich ab und zu auch mal in unserer Schule ab. Das Telefon klingelt, ein Schüler braucht dringend ein Pflaster, ein Lehrmittelvertreter steht vor der Tür, der Kopierer meldet Papierstau, der Computer mit dem neuen Verwaltungsprogramm stürzt ab, die Homepage ist offline und ich muss in den Unterricht, meine 22 Stunden Unterrichtsverpflichtung rufen. Wenn es draußen regnet, dann ist man froh, irgendwo einen Schutz zu finden oder vielleicht sogar einen günstig zu erwerbenden Regenschirm (Versuchen Sie das mal auf der Herreninsel!). Ja und dann sind sie halt da, „meine“ Kolleginnen und „mein“ Kollege, Frau Thaller in der Verwaltung und Frau Ferdinand, unser „BufDi“ – mit dem Regenschirm. In diesen Momenten wird einem wieder klar, wie wertvoll jeder Einzelne von ihnen ist- eben das Team der Frasdorfer Grundschule. Eine Kollegin schaut schnell rüber zu meiner Klasse, jemand nimmt sich der Pflasterei an, dem ratsuchenden Schüler wird geholfen und mein Kollege bringt den Kopierer wieder zum Laufen. Genau dieses Zusammenhalten macht es aus, dass wir einfach gern in „unsere“ Schule gehen. Und wir übertragen es auf unsere Schülerinnen und Schüler. Entsprechend dem neuen Lehrplan arbeiten unsere Schüler immer mehr zusammen, suchen gemeinsam nach Lösungen und helfen einander. Ob beim Sport, beim Experimentieren, beim komplexen Lösen von Sachsituationen, früher hießen diese Sachaufgaben, das Miteinander wird an unserer Schule gelebt! Das neue Verwaltungsprogramm läuft nach einigen bangen Minuten wieder, die Homepage ist umgezogen und wird nun nach und nach in eine schicke Form gebracht. Das Pflaster ist schon lange vergessen und der Lehrmittelvertreter konnte unserer Grundschule eine neue Experimentierwerkstatt offerieren.  Nach Regen kommt bekanntermaßen Sonnenschein.    

Ihr Thorsten Deneke

Herr Deneke (Rektor), Frau Kazek, Frau Bauer, Frau Zeitter, Frau Pledl, Herr Gerstner,

Frau Ferdinand, Frau Stelzer, Frau Sanne, Frau Stein

2016

Auf einen Kaffee ... aus dem Frasdorfer Anzeiger August 2016

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Freunde unserer Schule,

zum Kaffeetrinken bleibt kurz vor den großen Ferien eigentlich wenig Zeit. Mit einem Bein steht man noch im alten Schuljahr, das andere will schon irgendwie im neuen Fuß fassen. Da werden auf der einen Seite noch die letzten Bemerkungen in den Zeugnissen geschrieben, Ausflüge bei Sonnenschein oder leider immer häufiger bei ergiebigen Regengüssen geplant, Bücher eingesammelt und die letzten Einträge in den Arbeitsheften vervollständigt. Irgendwie freut sich jeder schon auf die wohlverdienten Ferien. Auf der anderen Seite sehen wir aber auch schon das neue Schuljahr vor uns, welches mit dem ersten Ferientag, dem 1.8.2016 beginnt. Zwei neue erste Klassen mit ihren ABC-Schützen warten auf ihre Einschulung. Der kompetenzorientierte neue Lehrplan wird nun auch in der 4. Klasse umgesetzt (wir berichteten bereits davon), womit er die Grundschule komplett erobert hat. Neue Bücher sind bestellt und die eine oder andere Klasse wird ein neues Klassenzimmer beziehen.

Der momentane Stand der Klassenbildung sieht wie folgt aus: Klasse 1a Frau Sanne mit 16 Schülern,1b Frau Bauer  mit 15 Schülern, 2a Frau Zeitter mit 19 Schülern, 3a Frau Kazek mit 16 Schülern, 3b – Herr Deneke mit 18 Schülern, 4a Herr Gerstner mit 13 Schülern und die Klasse 4b Frau Stelzer mit 16 Schülern. Somit sind wir in diesem neuen Schuljahr eine Klasse mehr, also siebenzügig. Die angenehme Schülerzahl in den einzelnen Klassen erfreut sicher Eltern, Schüler und Lehrer gleichermaßen. Bleibt so doch mehr Zeit für das einzelne Kind. Unter heutigen Bedingungen und Anforderungen nach meiner Meinung ein absolutes Muss!

Auch für das Schuljahr 2016/17 konnten wir wieder einen „BufDi“ gewinnen, in letzter Minute. Frau Ferdinand wird als „Nachfolgerin“ von Magdalena Furtner uns und die Mittagsbetreuung in ihrem Bundesfreiwilligenjahr tatkräftig unterstützen. An dieser Stelle möchten wir uns zurückblickend noch einmal ganz herzlich bei Frau Furtner bedanken. Sie war im vergangenen Jahr eine überaus beliebte sowie engagierte Hilfe im Büro, im Klassenzimmer, bei der Mittagsbetreuung und die Schüler liebten „ihre“ Magdalena. Auch unsere Bürgermeisterin Frau Steindlmüller verabschiedete sie in einer kleinen Feierstunde mit Worten der Dankbarkeit und des Lobes für die geleistete flexible Tätigkeit mit einem Blumenstrauß. Wir werden dich, liebe Magdalena, sehr vermissen! Bleibt mir zum Abschluss des Schuljahres 2015/16 noch meinen Kolleginnen und meinem Kollegen Dank zu sagen sowie allen, welche unsere schöne Schule mit Rat und Tat so gewinnbringend unterstützen. Wir als Team gehen mit dem neuen Schuljahr in das fünfte gemeinsame Jahr und es wird sicher wieder spannend, aufregend, lustig, besinnlich, stressig und doch erfolgreich…    

Rektor Thorsten Deneke

Auf einen Kaffee ... aus dem Frasdorfer Anzeiger Mai 2016

Bläserklassen in Frasdorf!

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Freunde unserer Schule,

nach erfolgter Schuleinschreibung im April haben wir in diesem Jahr erfreulicherweise wieder zwei erste Klassen mit voraussichtlich jeweils 17 Schülern an Bord. Frau Sanne und Frau Bauer freuen sich bereits jetzt schon auf unsere Neulinge, wenngleich damit, getreu dem lachenden und dem weinenden Auge, auch der Abschied von den jetzigen Zweitklasslern verbunden ist. Für die meisten unserer neuen ABC-Schützen ist die Wastl-Fanderl-Grundschule schon ein vertrauter Ort. Zu verdanken haben sie das vor allem Frau Zeitter, welche mit viel Liebe und Freude die Vorschulkinder wöchentlich bei uns willkommen heißt. Auch bei unseren zahlreichen Festen und Veranstaltungen sind die Vorschulkinder immer gern gesehene Gäste. Die zukünftige zweite Klasse wird Frau Zeitter fortführen, die dritten Klassen werden von Frau Kazek und einer noch nicht bekannten Lehrkraft übernommen. Ganz in „Männerhänden  liegen die zukünftigen 4. Klassen, Herr Gerstner führt seine Klasse weiter und ich werde die derzeitige 3b übernehmen, auf die ich mich schon sehr freue. Diese Angaben aber alle noch unter Vorbehalt.

Unsere Grundschule gehört, was die Anzahl der Klassen (7) und Schüler (ca. 120)  betrifft, in das gute Mittelfeld aller Grundschulen im Stadt- und Landkreis Rosenheim. Daran wird deutlich, dass die durchschnittliche Klassenstärke stark gesunken ist. Das ist auch gut so! Klassenstärken von über 25 Kindern sind aus meiner Sicht nicht mehr zeitgemäß und werden den hohen Anforderungen an Individualisierung des Unterrichts nicht mehr gerecht.

Die Wastl-Fanderl-Grundschule gehört in vielen Bereichen zu den „Leuchttürmen“ im Landkreis, wie es Schulrätin Frau Käferle zum Namensgebungsfest so freundlich formulierte. Lehr- und Lernmittel sind Dank der Gemeinde auf dem modernsten Stand, die Lernwerkstatt dient mittlerweile als Vorzeigeobjekt für andere Einrichtungen. Zahlreiche Aktionen und Initiativen prägen das heutige Schulleben. Alles zum Wohle unserer Kinder. Dass die Schule nicht müde wird, neue Wege zu gehen und zu erproben, beweist das neueste Projekt: „Bläserklassen in der Wastl-Fanderl-Grundschule Frasdorf! Dank der Bereitschaft und des Engagements des Musikfördervereins Wildenwart planen wir zusammen die Einrichtung zweier „Bläserklassen“. Im ersten Planungsgespräch mit Herrn Kink vom Musikförderverein und Frau Gruber, der zukünftigen Lehrerin für die wöchentlichen Ausbildungsstunden sowie mit Frau Bauer und mit mir als Schulleiter entwickelte sich der Gedanke, ähnlich wie in Aschau und Wildenwart, aus den zukünftigen 3. Klassen Kinder, die Spaß am Musizieren haben, in jeweils zwei Vormittagsstunden ein Blasinstrument erlernen zu lassen. Die Instrumente werden als Leihinstrumente vom Musikverein gestellt. Die monatliche Beitragsgebühr für den Kurs richtet sich nach der Anzahl der Teilnehmer, dürfte aber nicht allzu hoch werden. Neu in Frasdorf wird aber sein, dass auch Schüler der zukünftigen ersten Klassen eine Stunde pro Woche Unterricht auf der Flöte erhalten können. Diese Stunden finden ebenfalls am Vormittag, jeweils parallel zum Musikunterricht der Klasse und in Absprache mit der Klassenleiterin statt. Weitere Informationen erhalten die Eltern der jeweiligen Klassen in Kürze bzw. zum Schulanfang. Ob Wastl-Fanderl sich darüber freuen würde? Gewiss! Schließlich tragen wir als Schule seinen Namen!

Thorsten Deneke     

 

Auf einen Kaffee..... aus dem Frasdorfer Anzeiger März 2016

Liebe Leserinnen und Leser,

haben Sie nicht auch immer öfter das Gefühl, die Zeit würde nur so vorbeirasen? Vorgestern Weihnachten, gestern Fasching und ist nicht morgen schon wieder Ostern? Wir leben in einer sich unglaublich schnell entwickelnden Zeit: politisch, gesellschaftlich, aber auch vor allem im Bereich der Bildung. Immer öfter fällt mir dabei die ´Halbwertszeit des Wissens´ ein. Nicht zu verwechseln mit der Halbwertszeit eines Nuklids (eine Art von Atomen mit gleichen Atomkernen), der angibt, in welcher Zeit sich jeweils die Hälfte der ursprünglich vorhandenen Atomkerne in andere Atomkerne umwandelt. Die ´Halbwertszeit des Wissens´ versucht wiederzugeben, in welcher Zeit erworbenes Wissen anwendbar bleibt. Damit ist nicht das Vergessen gemeint! Nehmen wir ein Beispiel: Die ältesten Funde an Steinwerkzeugen der Steinzeit sind etwa 2,6 Millionen Jahre alt. Bis sich daraus Faustkeile entwickelten, dauerte es gut 2,5 Millionen Jahre. Unvorstellbar! Vor etwa 2000 Jahren gab es den Abakus, der das Rechnen unterstützen sollte. Die erste durch ein Programm gesteuerte Maschine war 1941 die Z3 von Zuse. 1946 ging die erste Rechenmaschine in Betrieb, also eine Art erster Computer bestückt mit 18.000 Röhren. Diese Rechenmaschine, die heute jeder als Miniapp auf seinem Handy mit sich trägt, erzeugte beim Betrieb eine Hitze, die Turnhallen mittlerer Größe kuschelig warm heizen konnte. Von 1950 bis zum heutigen Tag stieg die Anzahl an Rechenoperationen pro Sekunde von 10 auf 100 Millionen und mehr. Damit haben moderne Computer das Niveau von Affengehirnen erreicht. Die Geschwindigkeit der technischen Entwicklung und des menschlichen Wissens, seiner Fähigkeiten und Fertigkeiten, nimmt also rasant zu. Man spricht hier von einer Halbwertszeit oder auch Zeitbeschleunigung, die immer kleiner wird. Sie beträgt heute etwa 1 bis 1,5 Jahre. Innerhalb kürzester Zeit verlieren also Bereiche unseres Wissens an Aktualität und müssen angepasst oder erneuert werden. Vor einem Monat lehrten und lernten wir noch die 9 Planeten (inklusive Miniplanet Pluto) unseres Sonnensystems, heute wissen wir um den 10. Planeten, der aber noch nicht gesichtet wurde. Oder sind diese Zeilen schon wieder veraltet und es gibt bereits erste Bilder?

Für uns Lehrer bedeutet dies, immer „auf dem Laufenden“ zu sein, sich in den verschiedensten Bereichen von Gesellschaft, Natur und Technik auszukennen, sich ständig fortzubilden und an der Lebenswelt des Kindes zu bleiben. Neue Lehrpläne, neue Lerntechniken, neue Unterrichtsinhalte tun ihr übriges. Manchmal muss aber auch die Zeit bleiben, durchzuschnaufen und Luft zu holen. Insbesondere unsere Kinder verdienen es, auch einmal auf der Stelle zu treten, Unterricht zu entschleunigen, sich auf die grundlegenden Techniken des Lesens und Schreibens zu besinnen. Ich als Schulleiter bin sehr froh, in einer Schule zu arbeiten, in der meine Kolleginnen und mein Kollege bereit sind, neue Wege zu gehen und zu erproben, aber auch einmal im Sinne der Kinder inne zu halten und auf das Kind zu schauen. Ich bin froh, als Schulleiter einer Gemeinde zu arbeiten, in der es von vielen Seiten - Eltern und Elternbeirat, Förderverein, Frasdorfer Vereine, örtliche Banken und Geschäften- aber auch und vor allem von Seiten der Gemeinde und des Gemeinderates die nötige Unterstützung für Ausstattung, Lehr- und Lernmittel gibt. Das ist nicht überall selbstverständlich. Dafür ein großes Dankeschön an alle, welches länger halten sollte, als die Halbwertszeit der menschlichen Entwicklung.     

Thorsten Deneke, Rektor

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2015

Auf einen Kaffee ... aus dem Frasdorfer Anzeiger Dezember 2015

Liebe Schulfamilie, liebe Leserinnen und Leser,

ein neues Schuljahr hat begonnen, mit Spaß, Freude und Engagement, die uns bei der täglichen Arbeit an unserer schönen Schule begegnen, mit neuen Herausforderungen und neuen spannende Aufgaben. Nach einem sehr arbeitsreichen Schuljahr 2014/15 - es begann mit der externen Evaluation = externe Beurteilung unserer Schule, der Umsetzung des neuen Lehrplanes für die erste und zweite Klasse und endete mit dem Höhepunkt des Namensgebungsfestes - heißt es nun aber keinesfalls, sich auf den Lorbeeren auszuruhen. Bereits in den Ferien erhielten wir eine neue Ausstattung der Lernwerkstatt. Diese war nicht nur wegen der vielen neuen Lernmaterialien, mit denen sich die Schüler an diesem besonderen Ort des Lernens überwiegend selbständig, experimentierend und erforschend Wissen und Können aneignen, notwendig geworden. Wenn die aktuellen Zahlen unserer zukünftigen Erstklassler so bestehen bleiben, wird die Lernwerkstatt flexibel auch als siebentes Klassenzimmer genutzt werden müssen. Entsprechend flexibel sollte auch die Ausstattung sein. Fahrbare und kombinierbare Tische in modernem Design, höhenverstellbare Stühle und viel Stauraum für Lehr- und Lernmittel. In Zusammenarbeit mit der Firma VS-Möbel und unserer Gemeinde haben wir nun eine Lernwerkstatt, die sich sehen lassen kann (Foto). Dafür allen Beteiligten ein großes und vor allem herzliches Dankeschön.

Eingeschult wurden dann im September 19 Kinder, 14 Buben und 5 Mädchen. Trotz der männlichen Überzahl hat die Klassenleiterin Frau Zeitter ihre Gruppe aber wie immer souverän und mit viel Herz an der richtigen Stelle gut in den Schulalltag einführen können. Insgesamt werden derzeit 105 Schüler in der Schule unterrichtet.

Neu begrüßen dürfen wir an unserer Schule Frau Magdalena Furtner. Sie begleitet uns in diesem Schuljahr im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes und stellt eine wesentliche Bereicherung für unsere Schule dar. In einem der nächsten Artikel stellt sie sich und ihre Arbeit näher vor. Finanziert wird unser „BuFDi“ von der Gemeinde Frasdorf, der Förderverein für die Kinder und Jugend in Frasdorf sowie der Elternbeirat übernehmen je einen Anteil für die Mittagsverpflegung.

Der neue Lehrplan mit Schwerpunkt der Kompetenzvermittlung tritt jetzt auch für die dritte Klasse in Kraft. Frau Kazek und Herr Gerstner, unsere Spezialisten aus der dritten Klasse, setzen diesen in den kommenden Monaten mit vielen Ideen kompetent und gewinnbringend in die Tat um. Entsprechend wurden auch wieder zahlreiche Lehr- und Lernmittel neu angeschafft, die dafür notwenig geworden sind. Learning by Doing heißt die Devise.

In diesem Zusammenhang hat sich das Kollegium der Wastl-Fanderl-Grundschule entschlossen, den Status als „Sinus-Schule“ zu erwerben. Sinus – Schulen sind Schulen im Stadt- und Landkreis, welche an einem bundesweiten Modellprogramm auf freiwilliger Basis teilnehmen. Derzeit sind dies in Bayern etwa 220 Grundschulen. Die SINUS-Module beschreiben typische, empirisch ermittelte Problembereiche des Unterrichts, wie zum Beispiel

Entdecken, Erforschen, Erklären; Schülervorstellungen aufgreifen, grundlegende Ideen entwickeln; Talente entdecken und unterstützen; fachübergreifend und fächerverbindend unterrichten; Interessen aufgreifen und entwickeln; Eigenständig lernen – gemeinsam lernen; Lernen begleiten – Lernerfolg beurteilen und Übergänge gestalten. Eine hohe Herausforderung für die Grundschule Frasdorf, der wir uns aber gerne stellen werden. Mit Spaß, Freude und Engagement.

Thorsten Deneke

Auf einen Kaffee ... aus dem Frasdorfer Anzeiger Mai/ Juni 2015

Liebe Leserinnen und Leser,

kennen Sie eigentlich ZiS? Unsere Eltern der dritten Klassen wissen sicherlich sofort Bescheid: ZiS ist die Abkürzung für „Zeitung in der Schule“. Jeden Tag erhalten unsere Schüler der dritten Klasse eine druckfrische Ausgabe des OVB und durchstöbern dabei im Unterricht die verschiedenen Bereiche wie Politik, Im Blickpunkt, Bayern, Rosenheim und Region, Lokales und Sport. Sie lesen die  Wettervorhersagen und die „Wetterente“, „Die Kuriose Nachricht“ oder machen Kreuzworträtsel. Jeder Schüler führt währende des Projektzeitraumes von März bis Ende Mai eine eigene Zeitungsmappe, in der er seine Arbeiten zusammenträgt. Dazu gehören das Notieren des täglich zu lesenden Artikels seiner Wahl, verschiedene Arbeitsblätter (passend zu den Themen aus den Unterrichtsfächern Deutsch, Mathematik sowie Heimat- und Sachkunde) und das gewählte Langzeitthema. Als Langzeitthema haben die Schüler die unterschiedlichsten Bereiche gewählt. So sammeln einige eifrig Berichte über Verkehrsunfälle in der Region, andere freuen sich täglich auf „Häger“ dem Schrecklichen. Auch Tierberichte oder „Die gute Nachricht“ werden fleißig ausgeschnitten und eingeklebt.

Ein tolles Projekt, bei dem die Schüler viel Freude beim Kennenlernen ihrer Heimatzeitung haben. Erstaunt waren wir übrigens, als wir gemeinsam Werbung unter die Lupe nahmen. 49,99  - also keine 50 Euro! 1 Cent macht hier den vermeintlich verlockenden Unterschied. Erstaunt waren wir jedoch, wie häufig diese Form der vorgetäuschten kleinen Preise in den täglichen Werbungen vorkommt.

ZiS ist ein Projekt des IZOP-Institutes Aachen. Über 600 Dritt- und Viertklässler aus 29 Klassen in Stadt und Landkreis Rosenheim nehmen dieses Jahr an dem zwölfwöchigen Projekt „Zeitung in der Grundschule“ teil. Dabei darf natürlich unsere Grundschule nicht fehlen. „Zeitung in der Primarstufe“ wurde erstmalig 1993 durchgeführt. Ziel ist es, die Schüler zum Lesen zu motivieren und dabei die Basiskompetenzen Lesen und Schreiben zu fördern. Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt aber auch darin, Fähigkeiten im sinnvollen Umgang mit traditionellen und neuen Medien zu vermitteln und zu stärken.

In der Vorbereitung auf dieses Projekt besuchten die teilnehmenden Lehrer ein- bis zwei Seminare und erhielten dabei Lehr- und Lernhilfen mit passenden Arbeitsblättern sowie Empfehlungen für die Unterrichtsgestaltung. Derzeit realisiert das Institut solche Projekte in Deutschland, Belgien und der Schweiz. 

Ein herzliches Dankeschön geht an das IZOP-Institut für dieses tolle Projekt. Ebenso ein Dankeschön an das OVB, welches den Kindern im vorgesehenen Zeitraum die Zeitung kostenlos zur Verfügung stellt.

Thorsten Deneke

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2014

Auf einen Kaffee ... aus dem Frasdorfer Anzeiger Nov.2014

Liebe Frasdorfer, liebe Schulfamilie,

das Schuljahr 2014/15 hat begonnen und mit ihm zahlreiche Herausforderungen. Doch Dank der umfangreichen Vorarbeiten, die unser Lehrerteam noch in den großen Ferien geleistet hat, ist das Schuljahr schnell und organisatorisch einwandfrei angelaufen. So durften wir erfreulicherweise wieder zwei neue erste Klassen bilden, ein neuer Lehrplan trat für die ersten und zweiten Klassen in Kraft und mit ihm zahlreiche neue Lehrwerke, die externe Evaluation läuft (wir berichteten bereits darüber) und zahlreiche Veranstaltungen, unter anderem in Kooperation mit der „Schule der Künste in Frasdorf“, standen im Mittelpunkt der letzten Zeit. Auch der Elternbeirat hat sich auf Grund der nun insgesamt sechs Klassen vergrößert und war in den vergangenen Wochen bereits äußerst aktiv: Beschlüsse wurden gefasst, der Wandertag zum Schloss Herrenchiemsee organisiert, Aufgaben verteilt. Dafür unser aller Dank! Auch geht ein Dank an all die Eltern, die hier nicht genannt werden wollen, aber unserer Schule stets Gutes tun, sei es mit gesponsertem Eisvergnügen oder durch tatkräftige Unterstützung. Gern erwähne ich in diesem Zusammenhang auch, dass wir in diesem Jahr angefangen haben, die alten starren Holzstühle durch sogenannte Freischwinger zu ersetzen. Denn trotz Sportunterricht und unserer „bewegten Pause“ wird nun mal in der Schule viel gesessen. Ergonomisch geformte Stühle, welche die Möglichkeit zur Bewegung bieten, helfen unseren Heranwachsenden, vor allem den Rücken zu entlasten und so die Gesundheit zu fördern. Diese nicht ganz billige Anschaffung wurde für die erste Klasse durch eine Elternfamilie gesponsert. Nach und nach werden nun auch die anderen Klassen damit ausgestattet.

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Unser Schulleben befindet sich im Wandel. Über den neuen Lehrplan habe ich bereits in einer der letzten Ausgaben berichtet, heute soll es um Neuerungen bei den Zeugnissen gehen. Die Leistungsbeurteilung wird von den Lehrerinnen und Lehrern unserer Schule mit viel Aufwand und Sorgfalt betrieben. Doch ist dies keine leichte Aufgabe. Dass die traditionelle schulische Leistungsbeurteilung nicht mehr mit einer förder- und kompetenzorientierten Lern- und Leistungskultur einher gehen kann, leuchtet sicher jedem ein. Denn Ziel sollte es sein, Stärken und Schwächen der Schüler herauszufinden, sie genau zu beschreiben und Ansätze für individuelle Förderung zu finden. Doch bis dahin ist es noch ein langer Weg. Das Lehrerteam der Grundschule Frasdorf möchte hier gern gemeinsam mit den Eltern einen großen Schritt nach vorn wagen. So gibt es seit diesem Schuljahr die Möglichkeit, das Zwischenzeugnis für die Jahrgangsstufen 1 bis 3 durch ein ausführliches und protokolliertes Lernentwicklungsgespräch zu ersetzen. An diesem Gespräch nehmen der Klassenleiter, der Schüler und die Erziehungsberechtigten teil. Dies wurde auf Grund der Entscheidung der Lehrerkonferenz im Einvernehmen mit dem Elternbeirat am Anfang des Schuljahres beschlossen. Wenn im Einzelfall Erziehungsberechtigte kein dokumentiertes Lernentwicklungsgespräch führen möchten, wird wie gewohnt ein Zwischenzeugnis ausgestellt. Was erwarten wir uns davon? Zeugnisse geben den Leistungsstand durch Noten und kurzen Wortbeurteilungen wieder. Doch wie aussagekräftig sind diese wirklich? Stärken sie unsere Schüler oder frustrieren sie? Zeigen sie auf, wie erfolgreich weiter gelernt werden kann? Sehen wir hinter der Note 3 auch tatsächlich alle Anstrengungen und Lernbemühungen eines Kindes? Wir glauben, dass wir mit einem geplanten Gespräch, bei welchem sich übrigens auch die Kinder durch ein paar vorbereitete Aufgaben zur Selbsteinschätzung einbringen dürfen, eher beraten, würdigen und motivieren können, als durch die bisherige Form der Zwischenzeugnisse. Diese Chance wollen wir gern gemeinsam nutzen. Wie heißt es doch so schön in einem Lied von Heinz Rudolf Kunze: „Eigene Wege sind schwer zu beschreiten, sie entstehen ja erst beim Gehn.“ Ich möchte diese Zeile gern für uns ein wenig verändern: „Neue Wege sind schwer zu beschreiten, doch es ist wichtig, dass wir sie gehn.“

Aus dem Frasdorfer Anzeiger Juni 2014

Auf einen Kaffee beim Schulleiter Thorsten Deneke

Liebe Frasdorfer, liebe Schulfamilie,

nun haben unsere Erstklassler den Start in das Schulleben bestens gemeistert, kennen sich aus im Umgang mit Lehrern J , Schulaufgaben sowie Brotzeitmitnahme und schon stehen die zukünftigen Erstklassler wieder vor der Tür. Und wie immer ist es für uns ein sehr spannender Moment, wenn die Kinder mit ihren Eltern zur Schuleinschreibung anrücken. Wie viele Kinder werden es zum Schluss sein, die eingeschult werden? Sind sie aufgeregt, selbstsicher, neugierig, freuen sie sich auf die Schule? Einige von ihnen kennen die Schule natürlich schon, denn sie haben uns gemeinsam mit ihren Erzieherinnen besucht, haben mit uns Fasching gefeiert, waren in der Turnhalle zu einer Theatervorstellung und bestaunten die Fische in der Aula. Andere sind zum ersten Mal in der Schule. Alles ist neu, viele Kinder und wichtig schauende Erwachsene, die dann auch noch eine Unmenge Fragen stellen. Und ein glücklich dreinschauender Schulleiter, denn die magische Zahl von 28 ist überschritten und somit können wir erneut zwei Klassen bilden. Damit haben wir in Frasdorf zum neuen Schuljahr eine Grundschule mit voraussichtlich 110 Schülern, verteilt in sechs Klassen. Die vierte Klasse unter Leitung des Klassenlehrers Herr Gerstner wird in ein Klassenzimmer im alten Schulgebäude ziehen, damit sind die ersten und zweiten Klassen nah beieinander. Platz ist also genug und die moderne Ausstattung unserer Schule lässt kaum noch Wünsche offen. Was gibt es sonst noch Neues? Im kommenden Schuljahr wird unsere Schule evaluiert. Das bedeutet, dass sich die Grundschule Frasdorf der turnusmäßigen Beurteilung eines Expertenteams „von außen“ unterziehen darf. Zu so einem Evaluationsteam gehören zum Beispiel Schulleiter aus einem anderen Landkreis sowie ein Vertreter aus der Wirtschaft. Externe Evaluation soll den Schulen hauptsächlich dabei helfen, einen Blick auf die Wirksamkeit ihrer Arbeit zu werfen, Stärken und Schwächen zu erkennen. Das Evaluationsteam verschafft sich durch die Analyse der Ergebnisse einer standardisierten Befragung von Lehrkräften, Schülern, Eltern (!) und von der Schule gelieferten Daten sowie durch Unterrichtsbeobachtungen und Interviews mit Vertretern aller am Schulleben beteiligten Gruppen ein möglichst umfassendes Bild von der Qualität einer Schule. Im Ergebnis steht dann ein Bericht, der Impulse für die innere Schulentwicklung gibt, Schwerpunkte und Prioritäten in der Arbeit setzt. Wir dürfen also gespannt sein. So wie unsere neuen Erstklassler, die bald als Schulkinder hoffentlich neugierig und mit Freude unsere Schule besuchen werden.

Thorsten Deneke

Aus dem Frasdorfer Anzeiger März 2014

Auf einen Kaffee beim Schulleiter

Liebe Leserinnen und Leser,

nicht ohne einen gewissen Stolz habe ich an dieser Stelle immer mal wieder von unserer Lernwerkstatt berichtet. Es ist ein Ort, an dem Kinder auf vielfältige Art und Weise lernen und vor allem ihr im Klassenzimmer erworbenes Wissen praktisch anwenden können. Experimentierstationen gehören ebenso dazu wie eine Leseecke und natürlich moderne PC-Arbeitsplätze. Nachdem nun auch die alten Rechner durch neue ersetzt wurden, an dieser Stelle nochmals im Namen unserer Kinder ein herzliches Dankeschön an die Gemeinde Frasdorf (!), arbeiten die Schüler mit den verschiedenen Lernprogrammen. Diese werden vor allem zur Festigung des erworbenen Lernstoffes genutzt und sind speziell auf den Lehrplan der einzelnen Klassenstufen abgestimmt. Prinzipiell unterscheiden wir zwei Formen von Lernprogrammen. Zum einen sind es die auf den Rechnern fest installierten Übungsprogramme, an unserer Schule vor allem „Oriolus“ und „Lernmax“. Beide Programme bieten den Schülern in den Fächern Mathematik, Deutsch und Englisch verschiedenste Übungen an. Dabei können sie entsprechend ihres Leistungsvermögens und ihres Tempos ganz individuell arbeiten und erhalten sofort eine Rückmeldung über die Ergebnisse ihrer Übung. Zum anderen setzen wir auch zwei webbasierende Programme ein. „Antolin“ (www.antolin.de) ist ein Portal, indem unsere fleißigen Leser ihre gelesenen Kinderbücher wiederfinden. Hier können sie nun Fragen zum Buch beantworten und erhalten dafür entsprechende Punkte. Diese Punkte werden gesammelt, so entsteht ein kleiner Klassenwettbewerb über die meisten Punkte. Zum Schulfest werden dann die jeweils drei fleißigsten Leser jeder Klasse prämiert. Das zweite Programm mit dem Namen Onilo (www.onilo.de) ist aufgebaut wie ein riesiges Lesebuch. Am SmartBoard lesen die Kinder gemeinsam verschiedene altersgerechte Kinderbücher mit zahlreichen Illustrationen. Im Anschluss gibt es einige Aufgaben zu lösen. Dabei geht es um Fragen zum Text, zu den handelnden Personen oder zur richtigen Reihenfolge des Geschehens.

Heißt es bei unseren Schülern „Auf geht´s in die Lernwerkstatt“, so bedeutet dies Aufregung, Spannung und Freude auf das Lernen. Was will man mehr?

Thorsten Deneke  

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2013

Aus dem Frasdorfer Anzeiger November 2013

Auf einen Kaffee beim Schulleiter

Liebe Leserinnen und Leser,

vor Kurzem gelangten mir  beim Durchstöbern des Schularchivs Klassenbücher aus dem Jahr 1870 in die Hände. Altdeutsche Schrift, saubere und gewissenhaft geführte Einträge, Schüler und Lehrer, die einmal unser Schulgebäude mit Leben gefüllt haben. Gibt es von diesen Schülern noch Kinder, deren Enkelkinder heute hier unterrichtet werden? Wie gern würde ich einmal durch die Zeit reisen, um hier und da in eine der vergangenen Schulstunden zu schnuppern. Wie mag es damals ausgesehen haben? Wie wurde der Unterricht gestaltet? Viele Veränderungen hat unsere Schule erlebt und irgendwie bin ich auch stolz darauf, dass wir Teil dieser gelebten zukünftigen Geschichte hier in Frasdorf sind. Auch dieses Schuljahr ist geprägt von vielen Veränderungen. Herr Mayer, der viele Jahre lang als stellvertretender Schulleiter an unserer Schule tätig war, hat sich in den aktiven Ruhestand verabschiedet und beschließt damit eine ganze Generation von Lehrern der Schule Frasdorf. Nun dürfen sich Frau Bauer, Frau Sanne und ich, die wir ja eigentlich noch ganz „frisch“ an dieser Schule sind, schon zu den „alten Hasen“ zählen. So schnell kann das gehen. Somit begrüßten wir im September drei neue Lehrerinnen und einen neuen Lehrer. Frau Zeitter übernahm die Klasse 1a, Frau Kazek führt zusammen mit Frau Berndt die Klasse 1b. Neu begrüßen durften wir zudem unseren Drittklasslehrer Herrn Gerstner, der auch in der vierten Klasse für den Englischunterricht und den Sport verantwortlich ist. Ein herzliches Willkommen unseren „Neuen“. Insgesamt werden an unserer Schule derzeit 96 Kinder unterrichtet. Vielleicht schaffen wir im kommenden Jahr die Hundertermarke? Liebe Frasdorfer: Anstrengen! Für dieses Schuljahr planen wir wieder eine Menge an internen und öffentlichen Veranstaltungen. So werden wir am ersten Advent gegen 16.00 Uhr in der Lamstoahalle mit unseren Schülern auftreten, dabei neben weihnachtlichem Gesang auch Klavier-, Cello-, Gitarren- und Flötenstücke von unseren jungen Talenten präsentieren. Im Sommer gibt es wieder ein großes Schulfest mit dem zur Ausstellung im Rosenheimer Lokschuppen passenden Thema „Indianer“.

Mehr und mehr Leben zieht nun auch in das „alte“ Schulgebäude ein. Neben dem „normalen“ Unterricht im Musikraum und in der Lernwerkstatt, finden auch besondere Aktionen und Veranstaltungen statt. So haben wir uns gefreut, im Oktober die Ausstellung „Frasdorfer Orts- und Flurnamen“ in einem der noch freien Klassenzimmer beherbergen zu dürfen. Herr Wörndl, Vorsitzender des Heimat- und Kulturvereins, der auch die Eröffnung der Kulturtage im Musikraum übernahm, erklärte sich bereit, den dritten und vierten Klassen eine eigene Führung anzubieten. Dabei brachten unsere Schüler viel Wissen über bestehende Höfe und Hofnamen ein, staunten aber auch nicht schlecht über die eigentliche Herkunft der Namen.

Für die Zukunft ist geplant, die Räume neben der Nutzung am Vormittag durch die Schule auch am Nachmittag weiter auszulasten. Erste Gespräche mit Herrn Thomas Kraus bezüglich der Gründung einer eigenen „Schule der Künste Frasdorf“, unter der viele Gruppen, vor allem aus dem musischen und künstlerischen Bereich vereint werden sollen, liefen bereits. Somit wird unser altes Schulhaus ein Treffpunkt von Schule, des Frasdorfer Singvereins, Musikern, Musiklehrern, Theaterspielern… Für zukünftige Schulleiter wäre es doch sicher mal interessant, in das Jahr 2014 zurückzureisen. Oder?

Ihr Thorsten Deneke  

Aus dem Frasdorfer Anzeiger Juni 2013

Auf einen Kaffee beim Schulleiter

Thorsten Deneke

Liebe Frasdorfer, liebe Schulfamilie,

da hat kaum das Schuljahr begonnen, man hat sich gerade erst an die neue Schule gewöhnt, „seine“ Kinder kennengelernt, - da heißt es schon wieder neue „Klassenbildung“ und „Einschulung“. So schnell geht das. Die gute Nachricht vornweg: Frasdorf bekommt mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit wieder zwei erste Klassen. Das freut vor allem die Eltern, Lehrer, unsere Gemeinde und nicht zuletzt mich als Schulleiter. So eine tolle Schule – da gehören auch Schüler hin! Mit zwei ersten Klassen wird der dringende Wunsch nach kleineren Klassen erfüllt, zum derzeitigen Stand werden wir die beiden Klassen mit jeweils 14 und 16 Schülern bilden. Die Höchstschülerzahl für eine erste Klasse liegt bei 28 Schülern, ab 29 kann also geteilt werden. Denkbar knapp, aber es reicht. Dies kommt vielen Beteiligten zugute. Zunächst natürlich der Klasse selber. Bei 14 bzw. 16 Schülern kann sich nun mal die Lehrkraft stärker jedem einzelnen Kind zuwenden, als mit 28. Aber auch jeder Lehrer ist dankbar. Wer von uns möchte nicht mehr Zeit haben, um Kindern und Eltern individueller bei Schwierigkeiten oder Problemen zur Seite stehen zu können?

Auf dem „Frasdorfer Marktplatz“ macht natürlich nun die Frage die Runde, wer denn die Klassen übernehmen wird. Darauf lässt sich nur antworten: „Das wüssten wir auch zu gern.“ Die Zuteilung der Lehrer erfolgt über das Staatliche Schulamt Rosenheim. Dieses hat in den nächsten Monaten eine sicher nicht ganz einfache Mammutaufgabe zu bewältigen. Dabei geht es ebenso um dienstliche Erfordernisse, wie auch um die Berücksichtigung individueller Wünsche und Bedürfnisse von Lehrkräften. Hinzu kommen unsere Lehramtsanwärter, die in ihrem ersten oder zweiten praktischen Jahr ebenso eine Stelle zugewiesen bekommen müssen und vor allem sollten. Nicht zuletzt müssen auch Lehrkräfte berücksichtigt werden, die in und aus anderen Regierungsbezirken oder Bundesländern versetzt werden. Ganz zum Schluss meldet sich dann auch noch der Schulleiter mit seinen Wünschen… „unbedingt, auf gar keinen Fall…“ also keine leichte Aufgabe. Da ergeben sich oft noch Änderungen bis kurz vor Schulbeginn, so dass wir als Schulleitung eigentlich erst eine Woche vor Schulbeginn zuverlässige Aussagen über Klassenleitungen treffen können. Sicher ist, dass Frau Sanne ihre Klasse in die zweite Jahrgangsstufe weiterführt, ich selber werde höchstwahrscheinlich wieder die vierte Klasse leiten.

Dass es sich lohnt nach Frasdorf zu kommen, hat sich schon bei vielen Lehrkräften außerhalb unserer Gemeinde herumgesprochen und zeigt sich auch durch einen Blick über den Schulhof von einem Schulgebäude zum anderen. Viel ist geschehen. Eine Lernwerkstatt hat Einzug gehalten, mit 15 PCs und einem tollen SmartBoard, einer interaktiven Tafel an welcher die Schüler sich erproben dürfen. Ein großer Musikraum lädt ein zum Musizieren mit umfangreichen Orff-Instrumenten. Helle und freundliche Klassenzimmer mit moderner Ausstattung und umfangreichen Arbeitsmitteln machen Schülern und Lehrern gleichermaßen Freude. Auf dem Pausenhof wird mit Straßenmalfarbe gemalt, Fußball gespielt, mit Hüpfstangen das Gleichgewicht und die Beweglichkeit trainiert oder am Klettergerüst erste akrobatische Meisterleistungen vollbracht. Die verlängerte Mittagsbetreuung umsorgt liebevoll die Schüler nach Schulschluss und unsere Busfahrer/ -innen sorgen zuverlässig dafür, dass auch jedes Kind wieder sicher zu Hause ankommt. Neugierig geworden? Dann schauen Sie doch einfach mal beim Schulfest am 5.7.13 vorbei. Dort präsentieren wir Ihnen gern unsere Räume und natürlich die Lernwerkstatt. Ein kleines Wissensspiel am SmartBoard haben wir dann auch für Sie vorbereitet.

Ich freue mich darauf, Sie persönlich in Empfang nehmen zu dürfen.

Wenn Sie Fragen zum Schulleben haben, dann melden Sie sich doch bitte einfach bei mir: . Ihr Thorsten Deneke   

Aus dem Frasdorfer Anzeiger Februar 2013

Auf einen Kaffee beim Schulleiter

Thorsten Deneke

Liebe Frasdorfer, liebe Schulfamilie,

mir scheint es doch noch gar nicht so lange her, als ich mit Kreide und einem Vordruck die neu eingeführte vereinfachte Schulausgangsschrift an meiner Tafel geübt habe. Immer diese Umstellungen. Weniger Schnörkel hatte die neue Schrift, weniger Kurven und Schleifchen. Dafür sah sie aber auch nicht mehr so schön schwungvoll aus. Alles etwas einfacher, klarere Linienführung, gerade Striche. Nur dieses „s“ wollte mit seiner Schleife am Ende nicht so flüssig von der Hand gehen. Und dann erst das „e“ = Schreibakrobatik. Wann war das noch gleich…. aja, 2003. Wie die Zeit vergeht. Doch schon 10 Jahre her. Und nun steht sie wieder auf dem Prüfstand. Die Schrift. Und nicht nur die. Gleich der ganze Lehrplan der Grundschule wird überarbeitet und ab 2014/15 schrittweise eingeführt wird. Praxisnah soll er sein, nicht so viel Stofffülle. Beispiel HSU: Ich erlebe es ja gerade - da hat sich meine Klasse an der Entstehung unserer lieben Mutter Erde festgebissen, obwohl ich doch eigentlich die Steinzeitmenschen besprechen wollte. „Kinder!!“ Freiwillige Referate halten sie nun. Über das Planetensystem, über die Plattentektonik, über die Entstehung von Kristallen und Erzen. Ja Kinder, aber der Lehrplan!! Egal, motiviert lernende und interessierte Kinder sollten uns allemal wichtiger sein, als ein nicht vollständig eingehaltener Lehrplan. Aber er steht ja nun mit seiner Fülle auf dem Prüfstand. Wie schön. Sollte man wirklich mal schauen, was man da abziehen kann, an Stoff meine ich. So wie in Mathematik. Das Abziehverfahren. Das sollte man wieder abziehen. Wissen Sie noch? Wir haben doch seit Generationen gelernt … „von der fünf bis zur zwei geht nicht, also von der fünf bis zur zwölf, eins gemerkt.“ Sie wissen schon, das Ergänzungsverfahren. Dann kam vor Kurzem die revolutionäre Änderung. Wir führen ab sofort das Abziehverfahren ein: „Zwei minus fünf geht nicht, also borge ich mir einen Zehner, streiche die Zehnerstelle durch, ziehe einen ab, schreibe den neuen Zehner darüber, somit rechne ich dann zwölf minus fünf – oh ja das geht! Freu!“ Also rein mathematisch gesehen, bin ich ja der festen Überzeugung, dass dieses Rechenverfahren das absolut reine Minus ist.  Interessant wird die Sache bei einer Zahl mit vielen Nullen. Also zum Beispiel 50.006.000 minus 6.667.666! Lassen sie sich das mal von ihren Kindern vorrechnen. Und bitte achten sie darauf, dass über der Rechnung ausreichend Platz zur Verfügung steht. Sie werden staunen! Die BLLV-Expertin Fleischmann warnt übrigens vor schnellen Entscheidungen. Es sei noch nicht geklärt, wie Kinder eigentlich rechnen. Also ich kann da mal nachhelfen: Sie lernen beides gleich gut. Hab ja beides ausprobiert. Aktuell biete ich den Schülern beide Rechenverfahren an. Und siehe da, sie verstehen beide – oder auch gar keins. Je nachdem.

Eines muss ich aber an dieser Stelle, bevor der Kaffee endgültig kalt wird, noch erwähnen: „10-Finger-Tastschreiben ab der 3. Klasse!“ (zunächst „angedacht“) Ach da geht mein Herz auf. So wie die Türen der neuen Lernwerkstatt im Altbau, wo die Kinder in Kürze auf den Tastaturen der PCs herumklimpern dürfen. Vielen lieben Dank Gemeinde Frasdorf! Lieben Dank an die Bauhöfler für euer Engagement beim Sanieren, Renovieren, beim Denekes Wünsche erfüllen: „Kann die Tafel darüber?“ (ist ja nicht grad leicht so ne Tafel) „Ich brauch hier noch ne Steckdose!“ „Ne ne, der Schrank geht ja gar nicht!“

Und ganz besonders stolz werde ich sein, wenn das SmartBoard, die interaktive Tafel, in unserer Lernwerkstatt Einzug hält. Nicht ganz billig diese Tafel, aber sinnvoll. Ich werde sie Ihnen gerne vorstellen, vielleicht schon beim Infoabend der zukünftigen Erstklasseltern oder zum Schulfest im Sommer. Vielen Dank auch an unsere großartigen Eltern, die bei der Entstehung der Lernwerkstatt mitgeholfen haben. Gleich ob beim Einräumen, Aufbauen, PC- Installieren: Sie waren großartig! So wie hoffentlich auch der neue Lehrplan sein wird. Bin gespannt. Und werde dann auch brav wieder vor meiner Tafel stehen, mit Kreide und Vordruck bewaffnet, und werde die neue Schrift üben, Zug um Zug, um dann von meinen Kindern zu hören: „Herr Deneke, was soll das heißen? Das kann man nicht lesen!“