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Thorsten Deneke

2021

Auf einen Kaffee ..... aus dem Frasdorfer Anzeiger Juni 2021 (jetzt schon hier zu lesen)

Grundschule Frasdorf – alles neu?

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Freunde der Wastl-Fanderl-Grundschule, in der letzten Ausgabe habe ich diese Frage in Hinblick auf unsere sehr moderne und jetzt auch umfassend digitalisierte Ausstattung in und an unserer Schule gestellt. Nun ist es soweit, wir haben ein abgesichertes W-LAN-Netz für Schülerinnen und Schüler, Leihtablets für den Distanzunterricht und Laptops für den Präsenzunterricht. Im kommenden Schritt werden die Beamer durch Großbildschirme über oder neben den Tafeln ersetzt. Darauf freuen wir uns! Worauf noch? Im Rückblick auf dieses Schuljahr gab es coronabedingt nicht immer Grund zur Freude. Trotzdem: Wir haben das Beste draus gemacht und können als Schulfamilie stolz darauf sein! Maximal möglicher Präsenzunterricht in voller Klassenstärke nach den Vorgaben des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus sowie digital gestützter Distanzunterricht, angepasst auf die jeweilige Klassenstufe, in vielfältigen Formen ermöglichte es unseren Schülerinnen und Schülern, auch in Zeiten der Pandemie bestmöglich zu lernen und beschult zu werden. Ganz langsam wird der Alltag nach und nach in unser Schulhaus zurückkehren. Blicken wir nach vorn: Es gibt viel Optimismus, viele Planungen und Aussichten, auf die wir gespannt sein dürfen. Das Lachen der Kinder, neugierige Augen, neue Herausforderungen stehen vor uns. Unsere Schule unterliegt einem ständigen Entwicklungsprozess. Das betrifft das Lehren und Lernen, die angepasste Ausstattung der Schule an Lehr- und Lernmitteln sowie nicht zuletzt auch den uns umgebenen Schulbereich. Und da haben wir allen Grund zur Freude. Nach langen Planungen geht es nun vorwärts: Die Grundschule bekommt eine neue Turnhalle. Diese ist  parallel zum alten Schulhaus, direkt am neuen Schulgebäude Richtung Linsenmannstraße vorgesehen. Es wird somit auch weiterhin möglich sein, die Turnhalle direkt aus dem Schulhaus zu betreten, weite Wege bleiben den Schülerinnen und Schülern erspart, die Unterrichtszeit kann auch im Fach Sport voll genutzt werden. Auf der Homepage der Gemeinde Frasdorf können Sie sich bereits ein „Bild“ davon machen: https://frasdorf.de/gemeinde/projekte/turnhallenbau/. Damit nicht genug. Da für den Turnhallenneubau der beliebte Spielplatz mit den Klettergerüsten, der Tischtennisplatte und dem schattenspendenden Baum weichen müssen, galt es den Pausenbereich neu zu planen. Für uns als Grundschule ein wichtiger Aspekt, denn hier halten sich die Kinder entsprechend unseres Konzeptes „Bewegten Pause“ zum Erholen auf, spielen, kegeln, treiben Sport und auch der beliebte Fußball darf dabei nicht zu kurz kommen. Von der Mittagsbetreuung wird dieser Bereich ebenso intensiv genutzt. Unsere großen Schulfeste finden hier genauso statt wie unterschiedliche Auf- und Vorführungen, so zum Beispiel durch die Freiwillige Feuerwehr, wenn es in der 3. Klasse um das Thema Feuer und Brandverhütung geht. Außerdem ist der Pausenhof ein Schonraum für Übungen mit dem Fahrrad, welche lehrplanmäßig in der 4. Klasse mit der Fahrradausbildung und der abschließenden Prüfung in Prien einen Höhepunkt im Fach Heimat- und Sachkunde darstellt. Daher ist die Neugestaltung dieses Bereiches eine Herausforderung für alle Beteiligten. Ausdrücklich möchten wir uns als Schule bei unserer Gemeinde bedanken, dass wir mit in die Planungen einbezogen wurden. Dies ist nicht überall selbstverständlich. So konnten wir uns als Schule mit wichtigen Eckpunkten einbringen: Der Pausenhof als geschützter Ort unserer Schülerinnen und Schüler, Schwerpunktlegung auf die oben aufgeführten und bewährten Aspekte der Schulhofnutzung sowie eine sicherheitsorientierte Lösung der Parkplatzsituation für Schulbusse ebenso wie für Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto von der Schule abholen. Die Busse werden weiterhin in der Schulstraße längst des Bürgersteiges halten, Eltern können ihre Kinder zukünftig entlang des Schulgeländes auf der Linsenmannstraße in Empfang nehmen. So können die Schüler auf direktem Weg über das Schulgelände das Auto von Mama oder Papa erreichen. Der Gemeinderat hat über den Vorschlag der Landschaftsarchitektin Elke Berger vom studio B Landschaftsarchitektur München beraten und die Planungen mit Hinblick auf die oben dargestellten Kriterien im Interesse der Kinder noch einmal angepasst. Weichen muss wahrscheinlich ein neuer Haupteingang auf der Nordseite des Schulgebäudes, dafür wird es aber mehr Platz für Klettergeräte geben. Alles neu? Ja, aber in bewährter Art und Weise. Darauf freuen wir uns! 

Bleiben Sie gesund!

 

Thorsten Deneke

Rektor der Wastl-Fanderl-Grundschule Frasdorf 

 

 


Auf einen Kaffee ..... aus dem Frasdorfer Anzeiger März 2021

Grundschule Frasdorf – jetzt alles, alles neu?

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Freunde der Wastl-Fanderl-Grundschule, unser Alltag ist unter den derzeitigen Bedingungen geprägt von gegensätzlichen Meinungen, wie selten zu vor. Corona verändert das Leben, stellt Herausforderungen und hat besonders auch im schulischen Bereich gravierende Auswirkungen. Wir alle hoffen und wünschen uns sehr, dass der gewohnte Alltag bald zurückkehren wird. Aber es wird natürlich nicht der Alltag werden, so wie wir ihn noch vor einem Jahr kannten. Für die Schulen wird es auf jeden Fall einen positiven Effekt geben: Digitalisierung! Ist das nun gut oder schlecht? Was meinen Sie?  

Rückblick: Ich kann mich noch gut erinnern, nachdem ich die Schule vor 9 Jahren als Schulleiter übernommen habe, war eine meiner ersten Aktionen in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Frasdorf die Einrichtungen einer Lernwerkstatt mit 15 PCs und einem interaktiven Whiteboard. Bald darauf ersetzten wir die Overheadprojektoren, die bestimmt auch Sie noch aus Ihrer Schulzeit kennen, durch moderne Dokumentenkameras und Beamer. Dadurch wurde Frasdorf mit seiner Ausstattung eine „Vorzeigeschule“. Schon damals gab es unterschiedliche Reaktionen, von „Dringend erforderlich!“, „Hervorragend!“ bis zu Bedenken der Art, dass doch die Kulturtechniken wie Lesen, Schreiben, Rechnen grundlegende Bestandteile der Grundschule sind und die Kinder eh schon genug mit Handys, Computerspiele usw. konfrontiert seien. Und nun? Nun noch mehr Digitalisierung? Für die einen geht es nicht schnell genug. Der Ruf nach digitalen Leihgeräten, damit die Schüler im Distanzunterricht Kontakt zum Lehrer oder auch zu Klassenmitgliedern herstellen können, war groß. „Dieser zweite Lockdown kam nicht überraschend ….. warum wurde dann nicht auch entsprechend nachgerüstet?“, schrieb mir eine besorgte Mutter im Hinblick auf die betagten PC-Geräte der Lernwerkstatt. Aber auch die andere Seite kam zu Wort und fragte, ob die hohen Ausgaben für die vielen digitalen Geräte wirklich sinnvoll wären und ob eben die schon erwähnten Kulturtechniken, mit dem Stift in der Hand einen Brief zu schreiben, eine Summe im Kopf zu bilden, nicht in Gefahr geraten würden? Unterschiedliche Meinungen, unterschiedliche Standpunkte, auch Ängste und Fragen. Unsere 15 PCs in der Lernwerkstatt sind in die Jahre gekommen, wurden aber stets pfleglich behandelt und funktionieren daher mit Win 7 nach wie vor gut. Schulbuch, Zettel, Heft und Stift, Tafel und Kreide sind trotzdem nicht in Vergessenheit geraten. Ganz im Gegenteil, sie sind und bleiben Schwerpunkt unserer täglichen Arbeit. Aber auch die Lernwerkstatt mit den digitalen Geräten wurde und wird durch die Schülerinnen und Schüler nur allzu gern besucht und stellte eine hervorragende Ergänzung zum analogen Lernen dar. Ganz nebenbei können alle Schüler nach der vierten Klasse, wenn sie auf die weiterführenden Schulen wechseln, auf solide Fähigkeiten und Fertigkeiten im Umgang mit PC, Tastatur und Maus sowie Lernprogrammen, Office und Internetrecherche zurückgreifen. So wird das auch in Zukunft bleiben. Die neu angeschafften Leihgeräte sowie weitere noch zu beschaffende Laptops werden spätestens nach Corona die „alten“ Geräte ersetzen und entsprechend des Lehrplanes in das schulische Arbeiten und Lernen integriert. 

Stand Januar: Derzeit befinden wir uns im Distanzunterricht. Mittels digitaler Methoden wie Jitsi – Freifunk München - einem Konferenztool, Padlet, verschiedenen Online-Lernprogrammen, selbst produzierten Audio-Dateien und Videos sowie den gewohnten analogem Arbeitsmaterialien in Form von Kopien oder Aufgaben im Arbeitsheft, welches in der Aula vormittags abgeholt und zur Kontrolle zurückgebracht werden, beschulen wir unsere Schülerinnen und Schüler und halten den Kontakt zu ihnen. Allen engagierten Lehrkräften an dieser Stelle ein ausdrückliches Dankeschön für die aufwendige und hervorragende Arbeit. Einen Dank auch an die vielen Eltern, welche ihren Kindern zu Hause beim Lernen zur Seite stehen. Unterricht kann in der Notbetreuung durch das betreuende Personal leider nicht stattfinden. Mit Hilfe einiger PCs aus der Lernwerkstatt können die Kinder in der Notbetreuung, wenn auch eingeschränkt, die meisten Arbeiten des Distanzunterrichtes gut erledigen und zusätzliche individuelle Übungsaufgaben mit verschiedenen Lernprogrammen lösen. Die Kinder werden bei Fragen zu den Aufgaben natürlich nicht allein gelassen. Ich darf an dieser Stelle anmerken: Wir erreichen mit unserem Distanzunterricht und der angebotenen Notbetreuung, welche in einer vertrauensvollen und sehr guten Zusammenarbeit mit den Mitarbeiterinnen der Mittagsbetreuung erfolgt, unter den gegebenen Bedingungen einen hohen und für Grundschulen nicht selbstverständlichen Standard! Bezüglich digitaler Endgeräte hat die Gemeinde Frasdorf bis jetzt allen Lehrkräften einen Dienstlaptop zur Verfügung gestellt und 16 neue Tablets aus dem Sonderbudget erwerben können, die komplett als Leihgeräte an die Schülerinnen und Schüler der 2. bis 4. Klassen, welche zu Hause nicht über ein digitales Endgerät verfügen, ausgegeben wurden. Dies entspricht den Vorgaben des Kultusministeriums. Hinzu kamen PCs aus der Lernwerkstatt. Damit konnte der Bedarf, ermittelt durch Abfragen an die Eltern, jedoch leider noch nicht vollständig gedeckt werden. Warum wurde also nicht mehr angeschafft und wieso dauert das so lange? 

Zuständig für die Ausstattung ist in enger Zusammenarbeit und Abstimmung mit der Schule der Sachaufwandsträger, also die Gemeinde Frasdorf. Die Gemeinde Frasdorf unternimmt ihrerseits alles und mit viel Engagement, um unter Einhaltung terminlicher und wirtschaftlicher Vorgaben alle Fördermittel auszuschöpfen und die Schule bestens auszustatten. Jedoch sind für die Beschaffung dieser Leihgeräte/Tablets Vorgaben zu berücksichtigen, Angebote mussten eingeholt sowie Budgets beachtet und das Antrags- und Genehmigungsverfahren bei der Regierung von Oberbayern durchlaufen werden. Nach diesem bürokratischen Prozedere erfolgen die Bestellung, Lieferung und Einrichtung der Geräte. Leihverträge wurden ausgearbeitet und letzte eigene Installationen zum Beispiel von Lernprogrammen durch die Schule vorgenommen. Mit den Anfang des Jahres genehmigten Mitteln des Digitalpaktes II wurden nun von der Gemeinde weitere Laptops geordert und ein leistungsstarkes WLAN-Schülernetz in Auftrag gegeben. Schule und Gemeinde tun alles, um unsere Schülerinnen und Schüler auch in dieser schwierigen Zeit und unter den besonderen Bedingungen bestmöglich zu beschulen. 

Ausblick: Nach der Coronapandemie wird der Alltag zurückkehren. Auch in die Schulen. Jedoch wird es ein veränderter schulischer Alltag sein, geprägt durch viele Erfahrungen, einer moderneren technischen Ausstattung, verstärkter Einbindung von digitalen Lern- und Rechercheprogrammen entsprechend des gültigen Lehrplanes, aber trotzdem natürlich auch altbewährt mit Heft, Stift, Kreide und Tafel. Unsere Kommunikationsplattform www.grundschule-frasdorf.de  wird Sie wie gewohnt tagesaktuell über schulische Belange aber auch über Vorgaben durch das Kultusministerium auf dem Laufenden halten. Wir alle freuen uns auf den Tag, an dem wir auf unserer Homepage die Wiederaufnahme eines geregelten „normalen“ Schulbetriebes verkünden dürfen.  Bis dahin bleiben Sie alle gesund. Hoffentlich sind wir mit der nächsten Ausgabe des Frasdorfer Anzeigers dem gewohnten und doch neuem Alltag wieder ein Stück näher gerückt. 

 

Ihr Thorsten Deneke, Rektor    


2020

Auf einen Kaffee ..... aus dem Frasdorfer Anzeiger Dezember 2020

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Freunde der Wastl-Fanderl-Grundschule,

nun, während ich diese Zeilen schreibe, stehen wir erneut vor einem Lockdown. Lockdown light, wie es heißt. Dieses Mal schließen die Schulen nicht. Das bedeutet aber auch eine hohe Verantwortung, der sich unsere Schule stellen muss. Grundschulen der Stadt Rosenheim haben vor den Ferien gezeigt, wie schnell es geht, dass Schüler und ganze Klassen in die Quarantäne geschickt werden müssen. Davon blieben wir in Frasdorf bisher verschont. Damit es so bleibt, haben wir bereits in den Sommerferien in enger Zusammenarbeit mit unserer Gemeinde, die auch finanziell die Schule in größerem Rahmen als bisher unterstützt hat, entsprechend den Vorgaben des Kultusministeriums (festgehalten im Rahmenhygieneplan) viele Voraussetzungen geschaffen:  Den Abstand von 1,50m, „..wo immer möglich“, zwischen den Schülerinnen und Schüler können wir Dank der großzügigen Räume unserer Schule im Neu- und Altbau in fast allen Klassen sicher stellen. Dazu mussten allerdings auch einige Klassen umziehen, so dass für jede Klasse die optimale Raumaufteilung umgesetzt werden konnte. Klarsichtwände schützen den Lehrerbereich, in dem natürlich viel agiert und kommuniziert wird. Ebenfalls nicht selbstverständlich: mittels der großen Fenster können die Räume regelmäßig gut gelüftet werden. Dies gehört ebenso zum Hygienekonzept, wie die gestaffelten und flexiblen Pausen, in denen den Schülern Gelegenheit gegeben werden soll, an frischer Luft durchzuatmen. Dank der schnellen Reaktion der Gemeinde und der Mitarbeiter des Bauhofes konnten wir die Fenster mit weiteren Fliegenschutzgittern versehen, welche vor allem die Wespenplagegeister von den Klassenzimmern fernhalten, die beim Lüften nur allzu gern den Schülern im Unterricht einen Besuch abstatten. CO2- Messgeräte, die dem Lehrer optisch und akustisch anzeigen, wann eine Lüftung erforderlich ist, sind in der Anschaffungsplanung. Auch nicht in allen Schulen selbstverständlich: warmes Wasser und ausreichend Seifenspender, auch Desinfektionsmittel stehen allen für die Händehygiene zur Verfügung. Ich kann also zusammenfassend feststellen, dass unsere Schule für die bevorstehenden Herausforderungen gut gerüstet ist und der Hygiene- und Sicherheitsstandard auf hohem Niveau gehalten wird. Erfreulich auch, dass wir wieder eine FOS- Praktikantin sowie eine Bundesfreiwilligendienstlerin bei uns an der Schule haben, welche gerade in dieser besonderen Situation eine wertvolle Unterstützung für Lehrer und Schüler sind. Dankbar sind wir vor allem für den Einsatz von Frau Kranich, unserer Jugendschulsozialarbeiterin, welche das Team wo immer nötig und möglich unterstützt. Und wenn es nun aber doch dazu kommt, dass einzelne Schüler oder gar eine ganze Klasse in Quarantäne muss? Dann kommen natürlich auch die von der Gemeinde angeschafften ersten 11 Tablets zum Einsatz, mit deren Hilfe das Homeschooling mittels Videoschaltung unterstützt werden kann. Die im ersten Schritt durch Bundesmittel zur Verfügung gestellten Tablets reichen jedoch noch nicht aus, um den ermittelten Bedarf an Leihgeräten abdecken zu können. Weitere Tablets sind also beantragt und werden bei Genehmigung umgehend angeschafft. Zurzeit finden die vorhandenen Tablets ihren Einsatz bei Schülern mit Förderbedarf, diese erhalten am Nachmittag zusätzliche Übungsstunden im Onlineunterricht. Was können nun Eltern tun, um uns zu unterstützen? Gleich der vielfältigen unterschiedlichen Meinungen sollten alle dazu beitragen, dass der Präsenzunterricht weiter stattfinden kann. Dazu gehören entsprechend der Anordnungen durch das Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus, dem Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege sowie dem Landrats- und Gesundheitsamt Rosenheim das Tragen der Mund- Nasebedeckungen im gesamten Schulgelände, erkrankte Kinder sollten nicht in die Schule kommen und erst nach mindestens 24stündiger Symptomfreiheit den Unterricht wieder besuchen. Da es beim regelmäßigen Stoß- und Querlüften kurzzeitig zu Temperaturabsenkungen in den Klassenzimmern kommen kann, sind zusätzliche Westen, Jacken oder auch ein Schal eine gute Ergänzung zur täglichen Kleidung. Diese können auch gern in der Schule verbleiben, um sie bei Bedarf parat zu haben. Wenn jeder von uns seinen Beitrag leistet, die Schulfamilie bestmöglich zu schützen, so werden wir sicher gut durch diese immer noch anhaltend schwere Zeit kommen und unseren Kindern, beginnend mit den ersten bis hin zu den Übertrittsklassen eine solide und kindgerechte Bildung sicherstellen können. 

Bleiben Sie, Ihre Kinder und Ihre Familie gesund. Eine trotz allem schöne Weihnachtszeit und kommen Sie gut in das neue Jahr.

Ihr Thorsten Deneke

Rektor der Wastl-Fanderl-Grundschule


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Auf einen Kaffee ..... aus dem Frasdorfer Anzeiger August 2020

Zum Schuljahresende gibt es oft viel Anerkennung an die Lehrer unserer Schule, an die Schule als Gemeinschaft und vor allem dafür, was die Gemeinde Frasdorf zusammen mit uns im Interesse „unsere“ Schüler umsetzen konnten.

Bei den vielen anerkennenden Worten, die mich gerade in diesem herausfordernden Jahr erreichten, fiel mir ein Wort besonders auf: „Danke“.

Wie wertvoll doch dieses Wort zum richtigen Zeitpunkt sein kann. Deshalb möchte ich gern an dieser Stelle die Gelegenheit nutzen,  dieses „Danke“ zu erwidern und weiterzugeben an mein Lehrerkollegium, Jugendsozialarbeit, Bundesfreiwilligendienst, Mittagsbetreuung, Gemeinde Frasdorf, Bauhof, Busfahrerinnen, Hausmeisterinnen…  und vor allem an die vielen der Schulgemeinschaft loyal gegenüberstehenden Eltern sowie Elternvertreter. Es wäre wirklich nur gerecht, jedem Genannten hier eine ganze Seite zu widmen. Denn so viel Gutes wurde und wird durch sie getan. Ein persönliches Danke? Nicht nur. Jeder von uns tut dies den Kindern zu liebe. Um sie geht es. Lachende Kinderaugen zu sehen, zu wissen, dass sie in einer behüteten Lernumgebung gern in die Schule kommen, sich die Kernkompetenzen aneignen, um nach der vierten Klasse ihren Weg auf die weiterführenden Schulen zu gehen, und, wie mir einige Eltern in ihren Briefen an mich bestätigten, sich später gern an unsere Schule erinnern. Für all dies bringt ein jeder von uns sich gerne ein. Dabei darf natürlich auch konstruktive Kritik geäußert werden, in einer angemessenen Art und Weise und solange der Schulfrieden nicht gestört wird. Letztendlich werden wir für alle Belange sicherlich zielorientierte Lösungen immer im Sinne unserer Schüler finden. Und so wird es auch weitergehen. Mit mir als Schulleiter und mit unserem Team der Wastl-Fanderl-Grundschule sehen wir neuen Herausforderungen entgegen. Zum jetzigen Stand wird es wieder 6 Klassen mit insgesamt 108 Kindern geben. Wie genau das neue Schuljahr beginnen wird, lässt sich auf Grund der anhaltenden Corona-Pandemie an dieser Stelle noch nicht genau sagen. Auf unserer Homepage www.grundschule-frasdorf.de erhalten Sie wie bisher auch stets die aktuellsten Informationen auf der Grundlage der jeweiligen Vorgaben des Kultusministeriums. Wir freuen uns darauf,  „Wissen und Können allen Kindern zu vermitteln sowie Geist und Körper, Herz und Charakter bilden und formen zu können“, so wie es der Erziehungs- und Bildungsauftrag vorsieht. Dabei wird verstärkt das digitale Lernen fokussiert, ohne jedoch die grundlegenden Kulturtechniken wie Lesen und Schreiben zu vernachlässigen. Auf Grundlage der durch die Regierung und dem Freistaat Bayern zur Verfügung gestellten Fördermittel werden wir nach und nach digitale Leihgeräte für Schüler anschaffen, welche zu Hause nicht die Möglichkeit haben, entsprechen digital zu arbeiten. Unsere Klassenzimmer werden mit neuen Präsentationsmonitoren anstelle der Beamer ausgestattet, in allen Klassenzimmern wird für die Schüler ein W-LanNetz für schulische digitale Geräte zur Verfügung stehen. Wir Lehrer werden uns natürlich diesbezüglich weiter umfassend fortbilden.  Freuen dürfen wir uns auf den Bau der neuen Turnhalle und einen neuen Schulspielplatz, welche unsere schöne Schule erneut als einen kleinen aber besonderer „Leuchtturm“ in unserer Schullandschaft erscheinen lässt. Ich als Schulleiter der Grundschule Frasdorf freue mich auf all die vielen herausfordernden Vorhaben in den kommenden Jahren, auf lachende und staunende Kinderaugen.. und dafür sage ich allen ein ganz herzliches Dankeschön! Bleiben Sie gesund!


Ihr Thorsten Deneke, Rektor der Wastl-Fanderl-Grundschule Frasdorf

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Auf einen Kaffee ..... aus dem Frasdorfer Anzeiger März 2020

Auf einen Kaffee beim Schulleiter

-„Machen wir jetzt endlich Freiarbeit?“ Diese Frage meiner Schüler darf montags auf keinen Fall fehlen.-  Erinnern Sie sich noch? Das war der Einstieg meines Artikels in der letzten Dorfzeitung. Da war die Welt doch noch irgendwie in Ordnung. Wie viel hat sich seit dem geändert! Was sind das für Zeiten! Ich bin wirklich nicht abergläubisch, „Schwarze Katze von links…“ Sie wissen Bescheid. Aber es war Freitag der 13. März, an dem das Kultusministerium verkündete, dass der Unterricht bis zu den Osterferien ausgesetzt sei. Schüler und Eltern dürften die Schule nicht betreten, Lehrer sollten für eine eventuelle Notbetreuung zur Verfügung stehen. Diese Regelung gilt noch, während ich diese Zeilen schreibe. Aber wer weiß schon, wie es in ein paar Wochen aussehen wird, wenn diese Ausgabe in Ihrem Briefkasten liegt. Lockdown oder Shutdown? Hat sich die Lage nach einer eventuellen Schulöffnung verschlimmert, ist sie gleich geblieben, hat sie sich vielleicht sogar verbessert? Sie liebe Eltern haben Enormes geleistet! Hat man das ganze am Anfang vielleicht noch ein wenig entspannt gesehen, ein paar Tage schulfrei, mal ausschlafen, gemeinsam mit den Kindern frühstücken, am Abend Zeit für gemeinsame Brettspiele, so hat uns doch alle die Realität schnell eingeholt. Die Nerven sind angespannt, die Sorgen um die Gesundheit aller Familienmitglieder und um die Zukunft sind gewachsen, vielfältige Herausforderungen im Beruf bis hin zur Kurzarbeit oder Insolvenz sind für viele von uns in den Mittelpunkt des täglichen Lebens gerückt. Und dann natürlich die Kinder! Irgendwie sollten sie ja beschult werden. Arbeitsblätter ausdrucken, schauen ob sie die täglichen Aufgaben auch bewältigen, lesen was die Schule schreibt, was sagt Herr Ministerpräsident Söder in der nächsten Pressekonferenz zur Öffnung der Kitas und Schulen…. All das hat sicher dazu geführt, dass viele Familien an ihre Grenzen gestoßen sind. Das besonnene Vorgehen der Bayerischen Staatsregierung hat aus meiner Sicht aber bisher zumindest Schlimmeres verhindern können. Liebe Eltern, liebe Schüler, ein großes Dankeschön an alle von unserer Schule aus, von den Lehrern und von mir, für das Management in dieser anstrengenden Zeit. Und die Pädagogen? Haben sie in der Sonne, wir hatten ja genug davon, gelegen und sich den Bauch bräunen lassen? Mitnichten! Abgesehen davon, dass meine Kolleginnen und mein Kollege ja auch Eltern sind, welche ihre eigenen Kinder betreuen und beschulen dürfen, haben wir unsere Klassen für den Heimunterricht mit Stoff versorgt. Schwerpunkt dabei war die Festigung des vorhandenen Wissens. Ohne Kontakt, am besten irgendwie digital, per Mail, per Lernplattform. Es gab in dieser Zeit eine Vielzahl an Anweisungen, Vorschriften, Verfügungen, über 100 Schreiben des Kultusministeriums (KMS) waren zu lesen und einzuhalten, die Lernplattform des bayerischen Schulservers brach zusammen. Jeder von uns hat Wege gesucht und auch gefunden. Individuelle aber auch gemeinsame, auf jede Klasse und jede Klassenstufe abgestimmt. Für uns war es dabei wichtig, Sie als Eltern nicht als Lehrerersatz zu sehen. Sie hatten und haben sicher, wie ich es oben geschildert habe, noch so viele andere Dinge bewältigen müssen. Aber ganz ohne die Eltern ging es dann eben doch nicht. Wir hoffen gemeinsam, hier den richtigen Weg gefunden zu haben. Ich möchte mich auf diesem Wege für all die Unterstützungen bedanken, bei den Eltern und Schülern, welche so tapfer durchgehalten haben, bei unserer Gemeinde und unseren Mitarbeitern des Bauhofes. Aber auch bei der Mittagsbetreuung, die uns wie selbstverständlich bei der Notbetreuung unterstützt hat. Das ist nicht überall so. Wie geht es nun weiter? Viele Pläne liegen auf dem Tisch, genaues weiß man nicht. Gemeinsam, Eltern – Schüler – Lehrer und auch die Gemeinde – warten wir auf die nächsten Beschlüsse unserer Landesregierung. In einer gemeinsamen Onlinekonferenz haben wir als Lehrerteam Pläne geschmiedet, wie es weitergehen kann. Wahrscheinlich mit den 4. Klassen in kleinen Gruppen. Hygienemaßnahmen müssen umgesetzt, der Mindestabstand zwischen den Tischen beachtet und die versetzten Unterrichtszeiten geplant werden. Nicht alle Lehrer werden im Präsenzunterricht anwesend sein, einige gehören zur Risikogruppe und werden verstärkt das Homeschooling unterstützen . So werden wir versuchen, das Beste aus der Situation zu machen, die Schüler langsam in die Schule zu holen und ein klein wenig „Normalität unter Coronabedingungen“ zu schaffen. Ich bin gespannt, wie ich meinen nächsten Beitrag in der kommenden Ausgabe beginnen werde.

Bleiben Sie gesund, Ihr Thorsten Deneke, Rektor der Wastl-Fanderl-Grundschule Frasdorf.

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2019

Auf einen Kaffee ..... aus dem Frasdorfer Anzeiger März 2019

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Freunde der Wastl-Fanderl-Grundschule,

die Einschreibung der zukünftigen Erstklassschüler steht bevor. Für Eltern und Vorschulkinder eine aufregende Zeit, denn ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Da tauchen viele Fragen auf. Lehrer fragen sich, wie groß die Klasse sein wird, wer sich im September so alles hinter den großen Schultüten verbergen mag, wie fit die Kinder für den Schulalltag sind? Die zukünftigen Schulkinder interessiert sicher, wer wohl die Klassenlehrerin sein wird und ob sie genau so nett ist, wie die Erzieherin im Kindergarten? Und hoffentlich ist auch ein Freund oder eine Freundin mit in der gleichen Klasse. Vielleicht gibt es auch hier und da kleine Ängste, welche sich erfahrungsgemäß aber nach den ersten Schultagen ganz schnell verflüchtigen. Viele Informationen und Antworten auf Ihre Fragen rund um die Schule und zur Einschulung finden Sie auf unserer Homepage www.grundschule-frasdorf.de. Jedoch überlegen manche Eltern, ob ihr Kind schon reif genug für die Schule ist und ob es allen Leistungsanforderungen gerecht werden kann. Regulär werden alle Kinder, die bis zum 30.09.2019 sechs Jahre alt werden, eingeschult. Was aber, wenn das Kind noch nicht so weit ist, wenn es einfach noch ein bisschen Zeit benötigt? Prinzipiell kann ein schulpflichtiges Kind, geboren zwischen dem 01.10.2012 und dem 30.09.2013, von der Aufnahme in die Grundschule zurückgestellt werden. Dazu ist bei der Schulleitung ein Antrag auf Rückstellung einzureichen. Die Entscheidung darüber trifft die Schulleitung, nachdem das Kind vorgestellt wurde. Doch nun gibt es aktuell zum kommenden Schuljahr eine Neuerung: Kultusminister Michael Piazolo kündigte eine Flexibilisierung des Einschulungsalters, einen sogenannten „Einschulungskorridor“ an. Kurz gesagt, Eltern können nun ihre Kinder, wenn sie zwischen dem 1. Juli und dem 30. September sechs Jahre alt werden, einschulen - müssen es aber nicht! Als Erziehungsberechtigte haben Sie somit die Möglichkeit, dies selbst zu entscheiden. Das bedeutet, dass Erziehungsberechtigte für ihre Kinder, wenn sie zwischen dem 01.07.2013 bis zum 30.09.2013 geboren wurden, keinen Rückstellungsantrag mehr stellen müssen. Die Kinder, die dafür in Frage kommen, durchlaufen das normale Anmelde- und Einschulungsverfahren an unserer Schule ebenso wie alle anderen Kinder, es ergeben sich insoweit keine Änderungen. Wenn jedoch die Erziehungsberechtigten die Einschulung um ein Jahr verschieben möchten, müssen Sie uns dies bis spätestens 3. Mai schriftlich mitteilen. Antrag der Eltern und Entscheid durch die Schulleitung entfallen, es genügt eine schriftliche Mitteilung. Geben die Eltern bis 3. Mai keine Erklärung ab, wird ihr Kind zum kommenden Schuljahr schulpflichtig. Für alle anderen Kinder bleibt die Möglichkeit der Rückstellung wie bisher mit Antrag natürlich bestehen. Unsere Meinung dazu? Auf jeden Fall begrüßen wir diese Flexibilisierung. Es hat sich schon oft gezeigt, dass ein Jahr viel an Reife bringen kann. Obwohl es auch viele Kinder gibt, die mit 6 Jahren einfach in die Schule möchten, denn sie wollen endlich Lesen und Schreiben lernen. Für die Planung der Klassen an unserer Schule wird das aber recht interessant werden. Bisher hat man mit den Zahlen aus dem Einwohnermeldeamt recht gut den Lehrereinsatz und die Klassenbildung langfristig vorhersehen und planen können. Mit dem „Einschulungskorridor“ können wir nur gespannt sein, wie viele Eltern von der Möglichkeit des unkomplizierten späteren Schulbesuches Gebrauch machen werden. Trotzdem eine gute Sache. Flexibilisierung zum Wohle des Kindes.   

Ihr Thorsten Deneke, Rektor der Wastl-Fanderl-Grundschule Frasdorf

2018

Auf einen Kaffee ... aus dem Frasdorfer Anzeiger März 2018

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Freunde der Wastl-Fanderl-Grundschule,

erinnern Sie sich noch an Ihre Grundschulzeit? Ja gut, diese Frage habe ich an dieser Stelle schon öfter gestellt. Aber was bleibt uns im Gedächtnis? Lehrer! Meistens die strengen, deren Struktur und Sicherheit doch irgendwie gut tat, bei denen man etwas gelernt hat. Sei es nur dem Lehrer zuliebe, weil man sich entweder nicht blamieren oder den Lehrer nicht enttäuschen wollte. Ausflüge, Wandertage! Da kann sicher jeder von uns mitreden und von der einen oder anderen besonderen Begebenheit berichten. Vielleicht erinnern Sie sich aber auch an Menschen, welche in die Schule gekommen sind und etwas gezeigt, vorgeführt haben. Vielleicht ein Glasbläser? Einen solchen hatten wir im Dezember zu Besuch. Wie funktioniert das mit der Glasherstellung und warum braucht es dieses Handwerk? Woraus besteht eigentlich Glas? Alles Fragen, mit  denen sich die Kinder im Vorfeld beschäftigt hatten. Und es gab natürlich auf jede Frage eine Antwort. Glas besteht hauptsächlich aus Sand. Staunende Gesichter. Die Frage, ob gebündelte Sonnenstrahlen Sand zu Glas verwandeln können, zeigte, wie tief die Kinder in die Materie eindrangen. Gebannt folgten unsere Schüler in der Turnhalle den Vorführungen des Glasbläsers. Höhepunkt war zweifellos der Moment, indem die Kinder es selber versuchen

durften. Natürlich unter Beachtung aller Vorsichtsmaßnahmen. Dabei kam auch der Spaß nicht zu kurz. Eine mundgeblasene Glaswasserpfeife bespritzte zunächst die erste Reihe der Zuschauer, dann ging der Strahl natürlich auch noch nach hinten los und zielte auf den Bläser. Eine gelungene Veranstaltung, die uns erneut zeigte, wie wichtig es ist, externe Partner für unser Schulleben mit einzubinden. So wie dieses Beispiel finden Sie von uns immer wieder viele Beiträge in der Frasdorfer Zeitung, weiter unten zum Beispiel der Artikel über den vom Besuch unserer hiesigen Wasserquellen, bei dem uns Herr Neumayr in das Geheimnis des Wassers aus dem Wasserhahn einweihte. An dieser Stelle einmal ein großes Dankeschön an alle, welche uns oft völlig unentgeltlich so hilfsbereit zur Seite stehen. Denn auch das ist es, was unsere Schule ausmacht.

Ihr Thorsten Deneke, Rektor der Wastl-Fanderl-Grundschule Frasdorf

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2017

Auf einen Kaffee ... aus dem Frasdorfer Anzeiger März 2017

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Freunde unserer Schule,

wenn es regnet, dann in Strömen! Kennen Sie das? Es würden ja auch ein paar Tropfen reichen. Aber nein, der Himmel gibt alles, was er hat und das genau dann, wenn man weder einen Regenschirm noch eine Kapuze bei sich hat. So ähnlich spielt es sich ab und zu auch mal in unserer Schule ab. Das Telefon klingelt, ein Schüler braucht dringend ein Pflaster, ein Lehrmittelvertreter steht vor der Tür, der Kopierer meldet Papierstau, der Computer mit dem neuen Verwaltungsprogramm stürzt ab, die Homepage ist offline und ich muss in den Unterricht, meine 22 Stunden Unterrichtsverpflichtung rufen. Wenn es draußen regnet, dann ist man froh, irgendwo einen Schutz zu finden oder vielleicht sogar einen günstig zu erwerbenden Regenschirm (Versuchen Sie das mal auf der Herreninsel!). Ja und dann sind sie halt da, „meine“ Kolleginnen und „mein“ Kollege, Frau Thaller in der Verwaltung und Frau Ferdinand, unser „BufDi“ – mit dem Regenschirm. In diesen Momenten wird einem wieder klar, wie wertvoll jeder Einzelne von ihnen ist- eben das Team der Frasdorfer Grundschule. Eine Kollegin schaut schnell rüber zu meiner Klasse, jemand nimmt sich der Pflasterei an, dem ratsuchenden Schüler wird geholfen und mein Kollege bringt den Kopierer wieder zum Laufen. Genau dieses Zusammenhalten macht es aus, dass wir einfach gern in „unsere“ Schule gehen. Und wir übertragen es auf unsere Schülerinnen und Schüler. Entsprechend dem neuen Lehrplan arbeiten unsere Schüler immer mehr zusammen, suchen gemeinsam nach Lösungen und helfen einander. Ob beim Sport, beim Experimentieren, beim komplexen Lösen von Sachsituationen, früher hießen diese Sachaufgaben, das Miteinander wird an unserer Schule gelebt! Das neue Verwaltungsprogramm läuft nach einigen bangen Minuten wieder, die Homepage ist umgezogen und wird nun nach und nach in eine schicke Form gebracht. Das Pflaster ist schon lange vergessen und der Lehrmittelvertreter konnte unserer Grundschule eine neue Experimentierwerkstatt offerieren.  Nach Regen kommt bekanntermaßen Sonnenschein.    

Ihr Thorsten Deneke

Herr Deneke (Rektor), Frau Kazek, Frau Bauer, Frau Zeitter, Frau Pledl, Herr Gerstner,

Frau Ferdinand, Frau Stelzer, Frau Sanne, Frau Stein

2016

Auf einen Kaffee ... aus dem Frasdorfer Anzeiger August 2016

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Freunde unserer Schule,

zum Kaffeetrinken bleibt kurz vor den großen Ferien eigentlich wenig Zeit. Mit einem Bein steht man noch im alten Schuljahr, das andere will schon irgendwie im neuen Fuß fassen. Da werden auf der einen Seite noch die letzten Bemerkungen in den Zeugnissen geschrieben, Ausflüge bei Sonnenschein oder leider immer häufiger bei ergiebigen Regengüssen geplant, Bücher eingesammelt und die letzten Einträge in den Arbeitsheften vervollständigt. Irgendwie freut sich jeder schon auf die wohlverdienten Ferien. Auf der anderen Seite sehen wir aber auch schon das neue Schuljahr vor uns, welches mit dem ersten Ferientag, dem 1.8.2016 beginnt. Zwei neue erste Klassen mit ihren ABC-Schützen warten auf ihre Einschulung. Der kompetenzorientierte neue Lehrplan wird nun auch in der 4. Klasse umgesetzt (wir berichteten bereits davon), womit er die Grundschule komplett erobert hat. Neue Bücher sind bestellt und die eine oder andere Klasse wird ein neues Klassenzimmer beziehen.

Der momentane Stand der Klassenbildung sieht wie folgt aus: Klasse 1a Frau Sanne mit 16 Schülern,1b Frau Bauer  mit 15 Schülern, 2a Frau Zeitter mit 19 Schülern, 3a Frau Kazek mit 16 Schülern, 3b – Herr Deneke mit 18 Schülern, 4a Herr Gerstner mit 13 Schülern und die Klasse 4b Frau Stelzer mit 16 Schülern. Somit sind wir in diesem neuen Schuljahr eine Klasse mehr, also siebenzügig. Die angenehme Schülerzahl in den einzelnen Klassen erfreut sicher Eltern, Schüler und Lehrer gleichermaßen. Bleibt so doch mehr Zeit für das einzelne Kind. Unter heutigen Bedingungen und Anforderungen nach meiner Meinung ein absolutes Muss!

Auch für das Schuljahr 2016/17 konnten wir wieder einen „BufDi“ gewinnen, in letzter Minute. Frau Ferdinand wird als „Nachfolgerin“ von Magdalena Furtner uns und die Mittagsbetreuung in ihrem Bundesfreiwilligenjahr tatkräftig unterstützen. An dieser Stelle möchten wir uns zurückblickend noch einmal ganz herzlich bei Frau Furtner bedanken. Sie war im vergangenen Jahr eine überaus beliebte sowie engagierte Hilfe im Büro, im Klassenzimmer, bei der Mittagsbetreuung und die Schüler liebten „ihre“ Magdalena. Auch unsere Bürgermeisterin Frau Steindlmüller verabschiedete sie in einer kleinen Feierstunde mit Worten der Dankbarkeit und des Lobes für die geleistete flexible Tätigkeit mit einem Blumenstrauß. Wir werden dich, liebe Magdalena, sehr vermissen! Bleibt mir zum Abschluss des Schuljahres 2015/16 noch meinen Kolleginnen und meinem Kollegen Dank zu sagen sowie allen, welche unsere schöne Schule mit Rat und Tat so gewinnbringend unterstützen. Wir als Team gehen mit dem neuen Schuljahr in das fünfte gemeinsame Jahr und es wird sicher wieder spannend, aufregend, lustig, besinnlich, stressig und doch erfolgreich…    

Rektor Thorsten Deneke

Auf einen Kaffee ... aus dem Frasdorfer Anzeiger Mai 2016

Bläserklassen in Frasdorf!

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Freunde unserer Schule,

nach erfolgter Schuleinschreibung im April haben wir in diesem Jahr erfreulicherweise wieder zwei erste Klassen mit voraussichtlich jeweils 17 Schülern an Bord. Frau Sanne und Frau Bauer freuen sich bereits jetzt schon auf unsere Neulinge, wenngleich damit, getreu dem lachenden und dem weinenden Auge, auch der Abschied von den jetzigen Zweitklasslern verbunden ist. Für die meisten unserer neuen ABC-Schützen ist die Wastl-Fanderl-Grundschule schon ein vertrauter Ort. Zu verdanken haben sie das vor allem Frau Zeitter, welche mit viel Liebe und Freude die Vorschulkinder wöchentlich bei uns willkommen heißt. Auch bei unseren zahlreichen Festen und Veranstaltungen sind die Vorschulkinder immer gern gesehene Gäste. Die zukünftige zweite Klasse wird Frau Zeitter fortführen, die dritten Klassen werden von Frau Kazek und einer noch nicht bekannten Lehrkraft übernommen. Ganz in „Männerhänden  liegen die zukünftigen 4. Klassen, Herr Gerstner führt seine Klasse weiter und ich werde die derzeitige 3b übernehmen, auf die ich mich schon sehr freue. Diese Angaben aber alle noch unter Vorbehalt.

Unsere Grundschule gehört, was die Anzahl der Klassen (7) und Schüler (ca. 120)  betrifft, in das gute Mittelfeld aller Grundschulen im Stadt- und Landkreis Rosenheim. Daran wird deutlich, dass die durchschnittliche Klassenstärke stark gesunken ist. Das ist auch gut so! Klassenstärken von über 25 Kindern sind aus meiner Sicht nicht mehr zeitgemäß und werden den hohen Anforderungen an Individualisierung des Unterrichts nicht mehr gerecht.

Die Wastl-Fanderl-Grundschule gehört in vielen Bereichen zu den „Leuchttürmen“ im Landkreis, wie es Schulrätin Frau Käferle zum Namensgebungsfest so freundlich formulierte. Lehr- und Lernmittel sind Dank der Gemeinde auf dem modernsten Stand, die Lernwerkstatt dient mittlerweile als Vorzeigeobjekt für andere Einrichtungen. Zahlreiche Aktionen und Initiativen prägen das heutige Schulleben. Alles zum Wohle unserer Kinder. Dass die Schule nicht müde wird, neue Wege zu gehen und zu erproben, beweist das neueste Projekt: „Bläserklassen in der Wastl-Fanderl-Grundschule Frasdorf! Dank der Bereitschaft und des Engagements des Musikfördervereins Wildenwart planen wir zusammen die Einrichtung zweier „Bläserklassen“. Im ersten Planungsgespräch mit Herrn Kink vom Musikförderverein und Frau Gruber, der zukünftigen Lehrerin für die wöchentlichen Ausbildungsstunden sowie mit Frau Bauer und mit mir als Schulleiter entwickelte sich der Gedanke, ähnlich wie in Aschau und Wildenwart, aus den zukünftigen 3. Klassen Kinder, die Spaß am Musizieren haben, in jeweils zwei Vormittagsstunden ein Blasinstrument erlernen zu lassen. Die Instrumente werden als Leihinstrumente vom Musikverein gestellt. Die monatliche Beitragsgebühr für den Kurs richtet sich nach der Anzahl der Teilnehmer, dürfte aber nicht allzu hoch werden. Neu in Frasdorf wird aber sein, dass auch Schüler der zukünftigen ersten Klassen eine Stunde pro Woche Unterricht auf der Flöte erhalten können. Diese Stunden finden ebenfalls am Vormittag, jeweils parallel zum Musikunterricht der Klasse und in Absprache mit der Klassenleiterin statt. Weitere Informationen erhalten die Eltern der jeweiligen Klassen in Kürze bzw. zum Schulanfang. Ob Wastl-Fanderl sich darüber freuen würde? Gewiss! Schließlich tragen wir als Schule seinen Namen!

Thorsten Deneke     

 

Auf einen Kaffee..... aus dem Frasdorfer Anzeiger März 2016

Liebe Leserinnen und Leser,

haben Sie nicht auch immer öfter das Gefühl, die Zeit würde nur so vorbeirasen? Vorgestern Weihnachten, gestern Fasching und ist nicht morgen schon wieder Ostern? Wir leben in einer sich unglaublich schnell entwickelnden Zeit: politisch, gesellschaftlich, aber auch vor allem im Bereich der Bildung. Immer öfter fällt mir dabei die ´Halbwertszeit des Wissens´ ein. Nicht zu verwechseln mit der Halbwertszeit eines Nuklids (eine Art von Atomen mit gleichen Atomkernen), der angibt, in welcher Zeit sich jeweils die Hälfte der ursprünglich vorhandenen Atomkerne in andere Atomkerne umwandelt. Die ´Halbwertszeit des Wissens´ versucht wiederzugeben, in welcher Zeit erworbenes Wissen anwendbar bleibt. Damit ist nicht das Vergessen gemeint! Nehmen wir ein Beispiel: Die ältesten Funde an Steinwerkzeugen der Steinzeit sind etwa 2,6 Millionen Jahre alt. Bis sich daraus Faustkeile entwickelten, dauerte es gut 2,5 Millionen Jahre. Unvorstellbar! Vor etwa 2000 Jahren gab es den Abakus, der das Rechnen unterstützen sollte. Die erste durch ein Programm gesteuerte Maschine war 1941 die Z3 von Zuse. 1946 ging die erste Rechenmaschine in Betrieb, also eine Art erster Computer bestückt mit 18.000 Röhren. Diese Rechenmaschine, die heute jeder als Miniapp auf seinem Handy mit sich trägt, erzeugte beim Betrieb eine Hitze, die Turnhallen mittlerer Größe kuschelig warm heizen konnte. Von 1950 bis zum heutigen Tag stieg die Anzahl an Rechenoperationen pro Sekunde von 10 auf 100 Millionen und mehr. Damit haben moderne Computer das Niveau von Affengehirnen erreicht. Die Geschwindigkeit der technischen Entwicklung und des menschlichen Wissens, seiner Fähigkeiten und Fertigkeiten, nimmt also rasant zu. Man spricht hier von einer Halbwertszeit oder auch Zeitbeschleunigung, die immer kleiner wird. Sie beträgt heute etwa 1 bis 1,5 Jahre. Innerhalb kürzester Zeit verlieren also Bereiche unseres Wissens an Aktualität und müssen angepasst oder erneuert werden. Vor einem Monat lehrten und lernten wir noch die 9 Planeten (inklusive Miniplanet Pluto) unseres Sonnensystems, heute wissen wir um den 10. Planeten, der aber noch nicht gesichtet wurde. Oder sind diese Zeilen schon wieder veraltet und es gibt bereits erste Bilder?

Für uns Lehrer bedeutet dies, immer „auf dem Laufenden“ zu sein, sich in den verschiedensten Bereichen von Gesellschaft, Natur und Technik auszukennen, sich ständig fortzubilden und an der Lebenswelt des Kindes zu bleiben. Neue Lehrpläne, neue Lerntechniken, neue Unterrichtsinhalte tun ihr übriges. Manchmal muss aber auch die Zeit bleiben, durchzuschnaufen und Luft zu holen. Insbesondere unsere Kinder verdienen es, auch einmal auf der Stelle zu treten, Unterricht zu entschleunigen, sich auf die grundlegenden Techniken des Lesens und Schreibens zu besinnen. Ich als Schulleiter bin sehr froh, in einer Schule zu arbeiten, in der meine Kolleginnen und mein Kollege bereit sind, neue Wege zu gehen und zu erproben, aber auch einmal im Sinne der Kinder inne zu halten und auf das Kind zu schauen. Ich bin froh, als Schulleiter einer Gemeinde zu arbeiten, in der es von vielen Seiten - Eltern und Elternbeirat, Förderverein, Frasdorfer Vereine, örtliche Banken und Geschäften- aber auch und vor allem von Seiten der Gemeinde und des Gemeinderates die nötige Unterstützung für Ausstattung, Lehr- und Lernmittel gibt. Das ist nicht überall selbstverständlich. Dafür ein großes Dankeschön an alle, welches länger halten sollte, als die Halbwertszeit der menschlichen Entwicklung.     

Thorsten Deneke, Rektor

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2015

Auf einen Kaffee ... aus dem Frasdorfer Anzeiger Dezember 2015

Liebe Schulfamilie, liebe Leserinnen und Leser,

ein neues Schuljahr hat begonnen, mit Spaß, Freude und Engagement, die uns bei der täglichen Arbeit an unserer schönen Schule begegnen, mit neuen Herausforderungen und neuen spannende Aufgaben. Nach einem sehr arbeitsreichen Schuljahr 2014/15 - es begann mit der externen Evaluation = externe Beurteilung unserer Schule, der Umsetzung des neuen Lehrplanes für die erste und zweite Klasse und endete mit dem Höhepunkt des Namensgebungsfestes - heißt es nun aber keinesfalls, sich auf den Lorbeeren auszuruhen. Bereits in den Ferien erhielten wir eine neue Ausstattung der Lernwerkstatt. Diese war nicht nur wegen der vielen neuen Lernmaterialien, mit denen sich die Schüler an diesem besonderen Ort des Lernens überwiegend selbständig, experimentierend und erforschend Wissen und Können aneignen, notwendig geworden. Wenn die aktuellen Zahlen unserer zukünftigen Erstklassler so bestehen bleiben, wird die Lernwerkstatt flexibel auch als siebentes Klassenzimmer genutzt werden müssen. Entsprechend flexibel sollte auch die Ausstattung sein. Fahrbare und kombinierbare Tische in modernem Design, höhenverstellbare Stühle und viel Stauraum für Lehr- und Lernmittel. In Zusammenarbeit mit der Firma VS-Möbel und unserer Gemeinde haben wir nun eine Lernwerkstatt, die sich sehen lassen kann (Foto). Dafür allen Beteiligten ein großes und vor allem herzliches Dankeschön.

Eingeschult wurden dann im September 19 Kinder, 14 Buben und 5 Mädchen. Trotz der männlichen Überzahl hat die Klassenleiterin Frau Zeitter ihre Gruppe aber wie immer souverän und mit viel Herz an der richtigen Stelle gut in den Schulalltag einführen können. Insgesamt werden derzeit 105 Schüler in der Schule unterrichtet.

Neu begrüßen dürfen wir an unserer Schule Frau Magdalena Furtner. Sie begleitet uns in diesem Schuljahr im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes und stellt eine wesentliche Bereicherung für unsere Schule dar. In einem der nächsten Artikel stellt sie sich und ihre Arbeit näher vor. Finanziert wird unser „BuFDi“ von der Gemeinde Frasdorf, der Förderverein für die Kinder und Jugend in Frasdorf sowie der Elternbeirat übernehmen je einen Anteil für die Mittagsverpflegung.

Der neue Lehrplan mit Schwerpunkt der Kompetenzvermittlung tritt jetzt auch für die dritte Klasse in Kraft. Frau Kazek und Herr Gerstner, unsere Spezialisten aus der dritten Klasse, setzen diesen in den kommenden Monaten mit vielen Ideen kompetent und gewinnbringend in die Tat um. Entsprechend wurden auch wieder zahlreiche Lehr- und Lernmittel neu angeschafft, die dafür notwenig geworden sind. Learning by Doing heißt die Devise.

In diesem Zusammenhang hat sich das Kollegium der Wastl-Fanderl-Grundschule entschlossen, den Status als „Sinus-Schule“ zu erwerben. Sinus – Schulen sind Schulen im Stadt- und Landkreis, welche an einem bundesweiten Modellprogramm auf freiwilliger Basis teilnehmen. Derzeit sind dies in Bayern etwa 220 Grundschulen. Die SINUS-Module beschreiben typische, empirisch ermittelte Problembereiche des Unterrichts, wie zum Beispiel

Entdecken, Erforschen, Erklären; Schülervorstellungen aufgreifen, grundlegende Ideen entwickeln; Talente entdecken und unterstützen; fachübergreifend und fächerverbindend unterrichten; Interessen aufgreifen und entwickeln; Eigenständig lernen – gemeinsam lernen; Lernen begleiten – Lernerfolg beurteilen und Übergänge gestalten. Eine hohe Herausforderung für die Grundschule Frasdorf, der wir uns aber gerne stellen werden. Mit Spaß, Freude und Engagement.

Thorsten Deneke

Auf einen Kaffee ... aus dem Frasdorfer Anzeiger Mai/ Juni 2015

Liebe Leserinnen und Leser,

kennen Sie eigentlich ZiS? Unsere Eltern der dritten Klassen wissen sicherlich sofort Bescheid: ZiS ist die Abkürzung für „Zeitung in der Schule“. Jeden Tag erhalten unsere Schüler der dritten Klasse eine druckfrische Ausgabe des OVB und durchstöbern dabei im Unterricht die verschiedenen Bereiche wie Politik, Im Blickpunkt, Bayern, Rosenheim und Region, Lokales und Sport. Sie lesen die  Wettervorhersagen und die „Wetterente“, „Die Kuriose Nachricht“ oder machen Kreuzworträtsel. Jeder Schüler führt währende des Projektzeitraumes von März bis Ende Mai eine eigene Zeitungsmappe, in der er seine Arbeiten zusammenträgt. Dazu gehören das Notieren des täglich zu lesenden Artikels seiner Wahl, verschiedene Arbeitsblätter (passend zu den Themen aus den Unterrichtsfächern Deutsch, Mathematik sowie Heimat- und Sachkunde) und das gewählte Langzeitthema. Als Langzeitthema haben die Schüler die unterschiedlichsten Bereiche gewählt. So sammeln einige eifrig Berichte über Verkehrsunfälle in der Region, andere freuen sich täglich auf „Häger“ dem Schrecklichen. Auch Tierberichte oder „Die gute Nachricht“ werden fleißig ausgeschnitten und eingeklebt.

Ein tolles Projekt, bei dem die Schüler viel Freude beim Kennenlernen ihrer Heimatzeitung haben. Erstaunt waren wir übrigens, als wir gemeinsam Werbung unter die Lupe nahmen. 49,99  - also keine 50 Euro! 1 Cent macht hier den vermeintlich verlockenden Unterschied. Erstaunt waren wir jedoch, wie häufig diese Form der vorgetäuschten kleinen Preise in den täglichen Werbungen vorkommt.

ZiS ist ein Projekt des IZOP-Institutes Aachen. Über 600 Dritt- und Viertklässler aus 29 Klassen in Stadt und Landkreis Rosenheim nehmen dieses Jahr an dem zwölfwöchigen Projekt „Zeitung in der Grundschule“ teil. Dabei darf natürlich unsere Grundschule nicht fehlen. „Zeitung in der Primarstufe“ wurde erstmalig 1993 durchgeführt. Ziel ist es, die Schüler zum Lesen zu motivieren und dabei die Basiskompetenzen Lesen und Schreiben zu fördern. Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt aber auch darin, Fähigkeiten im sinnvollen Umgang mit traditionellen und neuen Medien zu vermitteln und zu stärken.

In der Vorbereitung auf dieses Projekt besuchten die teilnehmenden Lehrer ein- bis zwei Seminare und erhielten dabei Lehr- und Lernhilfen mit passenden Arbeitsblättern sowie Empfehlungen für die Unterrichtsgestaltung. Derzeit realisiert das Institut solche Projekte in Deutschland, Belgien und der Schweiz. 

Ein herzliches Dankeschön geht an das IZOP-Institut für dieses tolle Projekt. Ebenso ein Dankeschön an das OVB, welches den Kindern im vorgesehenen Zeitraum die Zeitung kostenlos zur Verfügung stellt.

Thorsten Deneke

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2014

Auf einen Kaffee ... aus dem Frasdorfer Anzeiger Nov.2014

Liebe Frasdorfer, liebe Schulfamilie,

das Schuljahr 2014/15 hat begonnen und mit ihm zahlreiche Herausforderungen. Doch Dank der umfangreichen Vorarbeiten, die unser Lehrerteam noch in den großen Ferien geleistet hat, ist das Schuljahr schnell und organisatorisch einwandfrei angelaufen. So durften wir erfreulicherweise wieder zwei neue erste Klassen bilden, ein neuer Lehrplan trat für die ersten und zweiten Klassen in Kraft und mit ihm zahlreiche neue Lehrwerke, die externe Evaluation läuft (wir berichteten bereits darüber) und zahlreiche Veranstaltungen, unter anderem in Kooperation mit der „Schule der Künste in Frasdorf“, standen im Mittelpunkt der letzten Zeit. Auch der Elternbeirat hat sich auf Grund der nun insgesamt sechs Klassen vergrößert und war in den vergangenen Wochen bereits äußerst aktiv: Beschlüsse wurden gefasst, der Wandertag zum Schloss Herrenchiemsee organisiert, Aufgaben verteilt. Dafür unser aller Dank! Auch geht ein Dank an all die Eltern, die hier nicht genannt werden wollen, aber unserer Schule stets Gutes tun, sei es mit gesponsertem Eisvergnügen oder durch tatkräftige Unterstützung. Gern erwähne ich in diesem Zusammenhang auch, dass wir in diesem Jahr angefangen haben, die alten starren Holzstühle durch sogenannte Freischwinger zu ersetzen. Denn trotz Sportunterricht und unserer „bewegten Pause“ wird nun mal in der Schule viel gesessen. Ergonomisch geformte Stühle, welche die Möglichkeit zur Bewegung bieten, helfen unseren Heranwachsenden, vor allem den Rücken zu entlasten und so die Gesundheit zu fördern. Diese nicht ganz billige Anschaffung wurde für die erste Klasse durch eine Elternfamilie gesponsert. Nach und nach werden nun auch die anderen Klassen damit ausgestattet.

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Unser Schulleben befindet sich im Wandel. Über den neuen Lehrplan habe ich bereits in einer der letzten Ausgaben berichtet, heute soll es um Neuerungen bei den Zeugnissen gehen. Die Leistungsbeurteilung wird von den Lehrerinnen und Lehrern unserer Schule mit viel Aufwand und Sorgfalt betrieben. Doch ist dies keine leichte Aufgabe. Dass die traditionelle schulische Leistungsbeurteilung nicht mehr mit einer förder- und kompetenzorientierten Lern- und Leistungskultur einher gehen kann, leuchtet sicher jedem ein. Denn Ziel sollte es sein, Stärken und Schwächen der Schüler herauszufinden, sie genau zu beschreiben und Ansätze für individuelle Förderung zu finden. Doch bis dahin ist es noch ein langer Weg. Das Lehrerteam der Grundschule Frasdorf möchte hier gern gemeinsam mit den Eltern einen großen Schritt nach vorn wagen. So gibt es seit diesem Schuljahr die Möglichkeit, das Zwischenzeugnis für die Jahrgangsstufen 1 bis 3 durch ein ausführliches und protokolliertes Lernentwicklungsgespräch zu ersetzen. An diesem Gespräch nehmen der Klassenleiter, der Schüler und die Erziehungsberechtigten teil. Dies wurde auf Grund der Entscheidung der Lehrerkonferenz im Einvernehmen mit dem Elternbeirat am Anfang des Schuljahres beschlossen. Wenn im Einzelfall Erziehungsberechtigte kein dokumentiertes Lernentwicklungsgespräch führen möchten, wird wie gewohnt ein Zwischenzeugnis ausgestellt. Was erwarten wir uns davon? Zeugnisse geben den Leistungsstand durch Noten und kurzen Wortbeurteilungen wieder. Doch wie aussagekräftig sind diese wirklich? Stärken sie unsere Schüler oder frustrieren sie? Zeigen sie auf, wie erfolgreich weiter gelernt werden kann? Sehen wir hinter der Note 3 auch tatsächlich alle Anstrengungen und Lernbemühungen eines Kindes? Wir glauben, dass wir mit einem geplanten Gespräch, bei welchem sich übrigens auch die Kinder durch ein paar vorbereitete Aufgaben zur Selbsteinschätzung einbringen dürfen, eher beraten, würdigen und motivieren können, als durch die bisherige Form der Zwischenzeugnisse. Diese Chance wollen wir gern gemeinsam nutzen. Wie heißt es doch so schön in einem Lied von Heinz Rudolf Kunze: „Eigene Wege sind schwer zu beschreiten, sie entstehen ja erst beim Gehn.“ Ich möchte diese Zeile gern für uns ein wenig verändern: „Neue Wege sind schwer zu beschreiten, doch es ist wichtig, dass wir sie gehn.“

Aus dem Frasdorfer Anzeiger Juni 2014

Auf einen Kaffee beim Schulleiter Thorsten Deneke

Liebe Frasdorfer, liebe Schulfamilie,

nun haben unsere Erstklassler den Start in das Schulleben bestens gemeistert, kennen sich aus im Umgang mit Lehrern J , Schulaufgaben sowie Brotzeitmitnahme und schon stehen die zukünftigen Erstklassler wieder vor der Tür. Und wie immer ist es für uns ein sehr spannender Moment, wenn die Kinder mit ihren Eltern zur Schuleinschreibung anrücken. Wie viele Kinder werden es zum Schluss sein, die eingeschult werden? Sind sie aufgeregt, selbstsicher, neugierig, freuen sie sich auf die Schule? Einige von ihnen kennen die Schule natürlich schon, denn sie haben uns gemeinsam mit ihren Erzieherinnen besucht, haben mit uns Fasching gefeiert, waren in der Turnhalle zu einer Theatervorstellung und bestaunten die Fische in der Aula. Andere sind zum ersten Mal in der Schule. Alles ist neu, viele Kinder und wichtig schauende Erwachsene, die dann auch noch eine Unmenge Fragen stellen. Und ein glücklich dreinschauender Schulleiter, denn die magische Zahl von 28 ist überschritten und somit können wir erneut zwei Klassen bilden. Damit haben wir in Frasdorf zum neuen Schuljahr eine Grundschule mit voraussichtlich 110 Schülern, verteilt in sechs Klassen. Die vierte Klasse unter Leitung des Klassenlehrers Herr Gerstner wird in ein Klassenzimmer im alten Schulgebäude ziehen, damit sind die ersten und zweiten Klassen nah beieinander. Platz ist also genug und die moderne Ausstattung unserer Schule lässt kaum noch Wünsche offen. Was gibt es sonst noch Neues? Im kommenden Schuljahr wird unsere Schule evaluiert. Das bedeutet, dass sich die Grundschule Frasdorf der turnusmäßigen Beurteilung eines Expertenteams „von außen“ unterziehen darf. Zu so einem Evaluationsteam gehören zum Beispiel Schulleiter aus einem anderen Landkreis sowie ein Vertreter aus der Wirtschaft. Externe Evaluation soll den Schulen hauptsächlich dabei helfen, einen Blick auf die Wirksamkeit ihrer Arbeit zu werfen, Stärken und Schwächen zu erkennen. Das Evaluationsteam verschafft sich durch die Analyse der Ergebnisse einer standardisierten Befragung von Lehrkräften, Schülern, Eltern (!) und von der Schule gelieferten Daten sowie durch Unterrichtsbeobachtungen und Interviews mit Vertretern aller am Schulleben beteiligten Gruppen ein möglichst umfassendes Bild von der Qualität einer Schule. Im Ergebnis steht dann ein Bericht, der Impulse für die innere Schulentwicklung gibt, Schwerpunkte und Prioritäten in der Arbeit setzt. Wir dürfen also gespannt sein. So wie unsere neuen Erstklassler, die bald als Schulkinder hoffentlich neugierig und mit Freude unsere Schule besuchen werden.

Thorsten Deneke

Aus dem Frasdorfer Anzeiger März 2014

Auf einen Kaffee beim Schulleiter

Liebe Leserinnen und Leser,

nicht ohne einen gewissen Stolz habe ich an dieser Stelle immer mal wieder von unserer Lernwerkstatt berichtet. Es ist ein Ort, an dem Kinder auf vielfältige Art und Weise lernen und vor allem ihr im Klassenzimmer erworbenes Wissen praktisch anwenden können. Experimentierstationen gehören ebenso dazu wie eine Leseecke und natürlich moderne PC-Arbeitsplätze. Nachdem nun auch die alten Rechner durch neue ersetzt wurden, an dieser Stelle nochmals im Namen unserer Kinder ein herzliches Dankeschön an die Gemeinde Frasdorf (!), arbeiten die Schüler mit den verschiedenen Lernprogrammen. Diese werden vor allem zur Festigung des erworbenen Lernstoffes genutzt und sind speziell auf den Lehrplan der einzelnen Klassenstufen abgestimmt. Prinzipiell unterscheiden wir zwei Formen von Lernprogrammen. Zum einen sind es die auf den Rechnern fest installierten Übungsprogramme, an unserer Schule vor allem „Oriolus“ und „Lernmax“. Beide Programme bieten den Schülern in den Fächern Mathematik, Deutsch und Englisch verschiedenste Übungen an. Dabei können sie entsprechend ihres Leistungsvermögens und ihres Tempos ganz individuell arbeiten und erhalten sofort eine Rückmeldung über die Ergebnisse ihrer Übung. Zum anderen setzen wir auch zwei webbasierende Programme ein. „Antolin“ (www.antolin.de) ist ein Portal, indem unsere fleißigen Leser ihre gelesenen Kinderbücher wiederfinden. Hier können sie nun Fragen zum Buch beantworten und erhalten dafür entsprechende Punkte. Diese Punkte werden gesammelt, so entsteht ein kleiner Klassenwettbewerb über die meisten Punkte. Zum Schulfest werden dann die jeweils drei fleißigsten Leser jeder Klasse prämiert. Das zweite Programm mit dem Namen Onilo (www.onilo.de) ist aufgebaut wie ein riesiges Lesebuch. Am SmartBoard lesen die Kinder gemeinsam verschiedene altersgerechte Kinderbücher mit zahlreichen Illustrationen. Im Anschluss gibt es einige Aufgaben zu lösen. Dabei geht es um Fragen zum Text, zu den handelnden Personen oder zur richtigen Reihenfolge des Geschehens.

Heißt es bei unseren Schülern „Auf geht´s in die Lernwerkstatt“, so bedeutet dies Aufregung, Spannung und Freude auf das Lernen. Was will man mehr?

Thorsten Deneke  

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2013

Aus dem Frasdorfer Anzeiger November 2013

Auf einen Kaffee beim Schulleiter

Liebe Leserinnen und Leser,

vor Kurzem gelangten mir  beim Durchstöbern des Schularchivs Klassenbücher aus dem Jahr 1870 in die Hände. Altdeutsche Schrift, saubere und gewissenhaft geführte Einträge, Schüler und Lehrer, die einmal unser Schulgebäude mit Leben gefüllt haben. Gibt es von diesen Schülern noch Kinder, deren Enkelkinder heute hier unterrichtet werden? Wie gern würde ich einmal durch die Zeit reisen, um hier und da in eine der vergangenen Schulstunden zu schnuppern. Wie mag es damals ausgesehen haben? Wie wurde der Unterricht gestaltet? Viele Veränderungen hat unsere Schule erlebt und irgendwie bin ich auch stolz darauf, dass wir Teil dieser gelebten zukünftigen Geschichte hier in Frasdorf sind. Auch dieses Schuljahr ist geprägt von vielen Veränderungen. Herr Mayer, der viele Jahre lang als stellvertretender Schulleiter an unserer Schule tätig war, hat sich in den aktiven Ruhestand verabschiedet und beschließt damit eine ganze Generation von Lehrern der Schule Frasdorf. Nun dürfen sich Frau Bauer, Frau Sanne und ich, die wir ja eigentlich noch ganz „frisch“ an dieser Schule sind, schon zu den „alten Hasen“ zählen. So schnell kann das gehen. Somit begrüßten wir im September drei neue Lehrerinnen und einen neuen Lehrer. Frau Zeitter übernahm die Klasse 1a, Frau Kazek führt zusammen mit Frau Berndt die Klasse 1b. Neu begrüßen durften wir zudem unseren Drittklasslehrer Herrn Gerstner, der auch in der vierten Klasse für den Englischunterricht und den Sport verantwortlich ist. Ein herzliches Willkommen unseren „Neuen“. Insgesamt werden an unserer Schule derzeit 96 Kinder unterrichtet. Vielleicht schaffen wir im kommenden Jahr die Hundertermarke? Liebe Frasdorfer: Anstrengen! Für dieses Schuljahr planen wir wieder eine Menge an internen und öffentlichen Veranstaltungen. So werden wir am ersten Advent gegen 16.00 Uhr in der Lamstoahalle mit unseren Schülern auftreten, dabei neben weihnachtlichem Gesang auch Klavier-, Cello-, Gitarren- und Flötenstücke von unseren jungen Talenten präsentieren. Im Sommer gibt es wieder ein großes Schulfest mit dem zur Ausstellung im Rosenheimer Lokschuppen passenden Thema „Indianer“.

Mehr und mehr Leben zieht nun auch in das „alte“ Schulgebäude ein. Neben dem „normalen“ Unterricht im Musikraum und in der Lernwerkstatt, finden auch besondere Aktionen und Veranstaltungen statt. So haben wir uns gefreut, im Oktober die Ausstellung „Frasdorfer Orts- und Flurnamen“ in einem der noch freien Klassenzimmer beherbergen zu dürfen. Herr Wörndl, Vorsitzender des Heimat- und Kulturvereins, der auch die Eröffnung der Kulturtage im Musikraum übernahm, erklärte sich bereit, den dritten und vierten Klassen eine eigene Führung anzubieten. Dabei brachten unsere Schüler viel Wissen über bestehende Höfe und Hofnamen ein, staunten aber auch nicht schlecht über die eigentliche Herkunft der Namen.

Für die Zukunft ist geplant, die Räume neben der Nutzung am Vormittag durch die Schule auch am Nachmittag weiter auszulasten. Erste Gespräche mit Herrn Thomas Kraus bezüglich der Gründung einer eigenen „Schule der Künste Frasdorf“, unter der viele Gruppen, vor allem aus dem musischen und künstlerischen Bereich vereint werden sollen, liefen bereits. Somit wird unser altes Schulhaus ein Treffpunkt von Schule, des Frasdorfer Singvereins, Musikern, Musiklehrern, Theaterspielern… Für zukünftige Schulleiter wäre es doch sicher mal interessant, in das Jahr 2014 zurückzureisen. Oder?

Ihr Thorsten Deneke  

Aus dem Frasdorfer Anzeiger Juni 2013

Auf einen Kaffee beim Schulleiter

Thorsten Deneke

Liebe Frasdorfer, liebe Schulfamilie,

da hat kaum das Schuljahr begonnen, man hat sich gerade erst an die neue Schule gewöhnt, „seine“ Kinder kennengelernt, - da heißt es schon wieder neue „Klassenbildung“ und „Einschulung“. So schnell geht das. Die gute Nachricht vornweg: Frasdorf bekommt mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit wieder zwei erste Klassen. Das freut vor allem die Eltern, Lehrer, unsere Gemeinde und nicht zuletzt mich als Schulleiter. So eine tolle Schule – da gehören auch Schüler hin! Mit zwei ersten Klassen wird der dringende Wunsch nach kleineren Klassen erfüllt, zum derzeitigen Stand werden wir die beiden Klassen mit jeweils 14 und 16 Schülern bilden. Die Höchstschülerzahl für eine erste Klasse liegt bei 28 Schülern, ab 29 kann also geteilt werden. Denkbar knapp, aber es reicht. Dies kommt vielen Beteiligten zugute. Zunächst natürlich der Klasse selber. Bei 14 bzw. 16 Schülern kann sich nun mal die Lehrkraft stärker jedem einzelnen Kind zuwenden, als mit 28. Aber auch jeder Lehrer ist dankbar. Wer von uns möchte nicht mehr Zeit haben, um Kindern und Eltern individueller bei Schwierigkeiten oder Problemen zur Seite stehen zu können?

Auf dem „Frasdorfer Marktplatz“ macht natürlich nun die Frage die Runde, wer denn die Klassen übernehmen wird. Darauf lässt sich nur antworten: „Das wüssten wir auch zu gern.“ Die Zuteilung der Lehrer erfolgt über das Staatliche Schulamt Rosenheim. Dieses hat in den nächsten Monaten eine sicher nicht ganz einfache Mammutaufgabe zu bewältigen. Dabei geht es ebenso um dienstliche Erfordernisse, wie auch um die Berücksichtigung individueller Wünsche und Bedürfnisse von Lehrkräften. Hinzu kommen unsere Lehramtsanwärter, die in ihrem ersten oder zweiten praktischen Jahr ebenso eine Stelle zugewiesen bekommen müssen und vor allem sollten. Nicht zuletzt müssen auch Lehrkräfte berücksichtigt werden, die in und aus anderen Regierungsbezirken oder Bundesländern versetzt werden. Ganz zum Schluss meldet sich dann auch noch der Schulleiter mit seinen Wünschen… „unbedingt, auf gar keinen Fall…“ also keine leichte Aufgabe. Da ergeben sich oft noch Änderungen bis kurz vor Schulbeginn, so dass wir als Schulleitung eigentlich erst eine Woche vor Schulbeginn zuverlässige Aussagen über Klassenleitungen treffen können. Sicher ist, dass Frau Sanne ihre Klasse in die zweite Jahrgangsstufe weiterführt, ich selber werde höchstwahrscheinlich wieder die vierte Klasse leiten.

Dass es sich lohnt nach Frasdorf zu kommen, hat sich schon bei vielen Lehrkräften außerhalb unserer Gemeinde herumgesprochen und zeigt sich auch durch einen Blick über den Schulhof von einem Schulgebäude zum anderen. Viel ist geschehen. Eine Lernwerkstatt hat Einzug gehalten, mit 15 PCs und einem tollen SmartBoard, einer interaktiven Tafel an welcher die Schüler sich erproben dürfen. Ein großer Musikraum lädt ein zum Musizieren mit umfangreichen Orff-Instrumenten. Helle und freundliche Klassenzimmer mit moderner Ausstattung und umfangreichen Arbeitsmitteln machen Schülern und Lehrern gleichermaßen Freude. Auf dem Pausenhof wird mit Straßenmalfarbe gemalt, Fußball gespielt, mit Hüpfstangen das Gleichgewicht und die Beweglichkeit trainiert oder am Klettergerüst erste akrobatische Meisterleistungen vollbracht. Die verlängerte Mittagsbetreuung umsorgt liebevoll die Schüler nach Schulschluss und unsere Busfahrer/ -innen sorgen zuverlässig dafür, dass auch jedes Kind wieder sicher zu Hause ankommt. Neugierig geworden? Dann schauen Sie doch einfach mal beim Schulfest am 5.7.13 vorbei. Dort präsentieren wir Ihnen gern unsere Räume und natürlich die Lernwerkstatt. Ein kleines Wissensspiel am SmartBoard haben wir dann auch für Sie vorbereitet.

Ich freue mich darauf, Sie persönlich in Empfang nehmen zu dürfen.

Wenn Sie Fragen zum Schulleben haben, dann melden Sie sich doch bitte einfach bei mir: . Ihr Thorsten Deneke   

Aus dem Frasdorfer Anzeiger Februar 2013

Auf einen Kaffee beim Schulleiter

Thorsten Deneke

Liebe Frasdorfer, liebe Schulfamilie,

mir scheint es doch noch gar nicht so lange her, als ich mit Kreide und einem Vordruck die neu eingeführte vereinfachte Schulausgangsschrift an meiner Tafel geübt habe. Immer diese Umstellungen. Weniger Schnörkel hatte die neue Schrift, weniger Kurven und Schleifchen. Dafür sah sie aber auch nicht mehr so schön schwungvoll aus. Alles etwas einfacher, klarere Linienführung, gerade Striche. Nur dieses „s“ wollte mit seiner Schleife am Ende nicht so flüssig von der Hand gehen. Und dann erst das „e“ = Schreibakrobatik. Wann war das noch gleich…. aja, 2003. Wie die Zeit vergeht. Doch schon 10 Jahre her. Und nun steht sie wieder auf dem Prüfstand. Die Schrift. Und nicht nur die. Gleich der ganze Lehrplan der Grundschule wird überarbeitet und ab 2014/15 schrittweise eingeführt wird. Praxisnah soll er sein, nicht so viel Stofffülle. Beispiel HSU: Ich erlebe es ja gerade - da hat sich meine Klasse an der Entstehung unserer lieben Mutter Erde festgebissen, obwohl ich doch eigentlich die Steinzeitmenschen besprechen wollte. „Kinder!!“ Freiwillige Referate halten sie nun. Über das Planetensystem, über die Plattentektonik, über die Entstehung von Kristallen und Erzen. Ja Kinder, aber der Lehrplan!! Egal, motiviert lernende und interessierte Kinder sollten uns allemal wichtiger sein, als ein nicht vollständig eingehaltener Lehrplan. Aber er steht ja nun mit seiner Fülle auf dem Prüfstand. Wie schön. Sollte man wirklich mal schauen, was man da abziehen kann, an Stoff meine ich. So wie in Mathematik. Das Abziehverfahren. Das sollte man wieder abziehen. Wissen Sie noch? Wir haben doch seit Generationen gelernt … „von der fünf bis zur zwei geht nicht, also von der fünf bis zur zwölf, eins gemerkt.“ Sie wissen schon, das Ergänzungsverfahren. Dann kam vor Kurzem die revolutionäre Änderung. Wir führen ab sofort das Abziehverfahren ein: „Zwei minus fünf geht nicht, also borge ich mir einen Zehner, streiche die Zehnerstelle durch, ziehe einen ab, schreibe den neuen Zehner darüber, somit rechne ich dann zwölf minus fünf – oh ja das geht! Freu!“ Also rein mathematisch gesehen, bin ich ja der festen Überzeugung, dass dieses Rechenverfahren das absolut reine Minus ist.  Interessant wird die Sache bei einer Zahl mit vielen Nullen. Also zum Beispiel 50.006.000 minus 6.667.666! Lassen sie sich das mal von ihren Kindern vorrechnen. Und bitte achten sie darauf, dass über der Rechnung ausreichend Platz zur Verfügung steht. Sie werden staunen! Die BLLV-Expertin Fleischmann warnt übrigens vor schnellen Entscheidungen. Es sei noch nicht geklärt, wie Kinder eigentlich rechnen. Also ich kann da mal nachhelfen: Sie lernen beides gleich gut. Hab ja beides ausprobiert. Aktuell biete ich den Schülern beide Rechenverfahren an. Und siehe da, sie verstehen beide – oder auch gar keins. Je nachdem.

Eines muss ich aber an dieser Stelle, bevor der Kaffee endgültig kalt wird, noch erwähnen: „10-Finger-Tastschreiben ab der 3. Klasse!“ (zunächst „angedacht“) Ach da geht mein Herz auf. So wie die Türen der neuen Lernwerkstatt im Altbau, wo die Kinder in Kürze auf den Tastaturen der PCs herumklimpern dürfen. Vielen lieben Dank Gemeinde Frasdorf! Lieben Dank an die Bauhöfler für euer Engagement beim Sanieren, Renovieren, beim Denekes Wünsche erfüllen: „Kann die Tafel darüber?“ (ist ja nicht grad leicht so ne Tafel) „Ich brauch hier noch ne Steckdose!“ „Ne ne, der Schrank geht ja gar nicht!“

Und ganz besonders stolz werde ich sein, wenn das SmartBoard, die interaktive Tafel, in unserer Lernwerkstatt Einzug hält. Nicht ganz billig diese Tafel, aber sinnvoll. Ich werde sie Ihnen gerne vorstellen, vielleicht schon beim Infoabend der zukünftigen Erstklasseltern oder zum Schulfest im Sommer. Vielen Dank auch an unsere großartigen Eltern, die bei der Entstehung der Lernwerkstatt mitgeholfen haben. Gleich ob beim Einräumen, Aufbauen, PC- Installieren: Sie waren großartig! So wie hoffentlich auch der neue Lehrplan sein wird. Bin gespannt. Und werde dann auch brav wieder vor meiner Tafel stehen, mit Kreide und Vordruck bewaffnet, und werde die neue Schrift üben, Zug um Zug, um dann von meinen Kindern zu hören: „Herr Deneke, was soll das heißen? Das kann man nicht lesen!“